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Künstler: Pop & erzählende Malerei

Gottfried Kumpf

Maler, Grafiker, Bildhauer, 1930–2022, Annaberg im Lammertal – Wien

Salzburger Maler naiver Landschaften mit dem versteckten „Asozialen“ als Markenzeichen; Briefmarken, Tierkreiszeichen und Bauten.

Der 1930 in Annaberg im Lammertal im Land Salzburg geborene Gottfried Kumpf begann ein Medizinstudium und wandte sich dann der Malerei zu; ab 1956 arbeitete er freischaffend. Er lebte in Wien, wo er 2022 starb. Seine Bildwelt fand rasch ein breites Publikum, auch über Bilderbücher, die er mit Thomas Brezina gestaltete. Er trug den Berufstitel Professor und erhielt 2005 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.

Kumpf malte Landschaften in naivem Stil mit runden Hügeln, Bäumen und Häusern in klaren Farben. Sein Markenzeichen ist eine kleine Figur, der „Asoziale“, meist versteckt in einer Bildecke. Neben Ölbildern umfasst das Werk Aquarelle, Zeichnungen, Grafik und Skulptur, darunter Bronzen der zwölf Tierkreiszeichen (2005). Er gestaltete die Autobahnraststätte Göttlesbrunn und Teile der Therme Stegersbach und entwarf Briefmarken für die Österreichische Post und die Vereinten Nationen.

Die Druckgrafik erschien in großen Auflagen und ist mit Bleistift signiert; Offsetdrucke und Kunstkarten sind davon zu unterscheiden. Ölbilder sind meist mit „Kumpf“ signiert, häufig rückseitig betitelt. Der Asoziale fehlt selten und kann bei Zweifeln ein Hinweis sein, ersetzt aber keinen Herkunftsnachweis. Telefonwertkarten und Briefmarken mit Kumpf-Motiven sind Sammelobjekte eigener Art.

Epochen & Stile

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