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Material: Malerei & Grafik

Acrylmalerei

Malerei mit Kunstharzfarben, seit den 1950er-Jahren verbreitet und prägend für Pop Art, Op Art und Gegenwartskunst.

Acrylfarben binden Pigmente in einer Kunstharzdispersion. Nach dem Trocknen bilden sie einen elastischen, wasserfesten Film. Lösemittelhaltige Acrylfarben kamen in den 1940er-Jahren auf, wasserverdünnbare Dispersionsfarben in den 1950er-Jahren. Künstler der Pop Art, der Op Art und der Hard-Edge-Malerei nutzten die schnell trocknenden, leuchtenden Farben für große, glatte Flächen. Heute ist Acryl neben Öl die verbreitetste Malfarbe, auch in der Gegenwartskunst. Die Farbe haftet auf Leinwand, Holz, Papier und Karton.

Acrylmalerei trocknet schnell, die Oberfläche wirkt je nach Farbe matt bis seidig glänzend und leicht kunststoffartig. Krakelüren wie bei Öl fehlen meist. Pinselstriche bleiben scharf, Farbflächen sind oft gleichmäßig deckend. Die Farbe ist elastisch und kann bei Wärme leicht klebrig werden, wodurch Staub haftet. Ölfarbe riecht und glänzt anders und vergilbt im Lauf der Jahrzehnte. Rückseiten tragen bei Gegenwartskunst häufig Signatur, Titel und Datierung.

Künstler, Werkphase, Format und Zustand entscheiden über den Wert. Acrylbilder bekannter Künstler der Pop Art und der Gegenwartskunst sind gesucht. Verschmutzungen lassen sich wegen der empfindlichen Oberfläche nur schwer reinigen. Galerierechnungen und Zertifikate stützen die Provenienz. Drucke auf Leinwand imitieren Acrylmalerei und zeigen unter der Lupe Rasterpunkte.

So prüfen Sie es

  • schnell trocknende, leicht kunststoffartige Oberfläche
  • keine typischen Krakelüren
  • scharfe Pinselstriche
  • Staub haftet an weicher Farbschicht
  • Angaben auf der Rückseite

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.