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Künstler: Nachkriegsmoderne & Art Club

Kurt Absolon

Zeichner, Grafiker, Maler, 1925–1958, Wien – Wulkaprodersdorf

Wiener Zeichner der Nachkriegszeit; lavierte Federzeichnungen, Zyklen zu Pierrot, Hiob und Don Quijote, Buchillustration, früher Unfalltod 1958.

Kurt Absolon, 1925 in Wien geboren, studierte ab 1945/46 an der Allgemeinen Malerschule der Wiener Akademie bei Robin Christian Andersen und besuchte den Abendakt Herbert Boeckls. 1947 nahm er am Salzburg Seminar teil. In den 1950er Jahren bildete er sich in Wandmalerei bei Erich Huber und in Druckgrafik bei Franz Herberth an der Akademie für angewandte Kunst weiter. Er starb 1958 nach einem Autounfall in Wulkaprodersdorf im Burgenland, erst 33 Jahre alt.

Absolons Werk ist vor allem zeichnerisch: Federzeichnungen mit Tuschelavierung, Aquarelle und Radierungen in Aquatinta, daneben Lithografien und Ölbilder. Er arbeitete in Zyklen wie „Jardin du Mal“, „Aphorismen“, „Ecce Homo“ oder „Der alte Mann und das Meer“ und zeichnete Pierrot, Kain, Hiob und Don Quijote. Er illustrierte Bücher, etwa Martin Bubers „Chassidische Erzählungen“. In Wien entstanden auch Sgraffito, Glasfensterentwurf und Gipsrelief für Wohn- und Kirchenbauten.

Wegen des frühen Todes ist das Werk begrenzt. Blätter sind meist signiert, oft datiert und betitelt. Für Zyklen zählen Zusammenhang und Vollständigkeit; einzelne Blätter tragen Nummern oder Zyklustitel. Lavierte Federzeichnungen sind lichtempfindlich, die Tusche kann auf säurehaltigem Papier braun werden. Illustrierte Erstausgaben sind eigene Sammelobjekte. Arbeiten aus Wiener Privatbesitz und Etiketten der Galerien, die ihn in den 1950er Jahren ausstellten, stützen die Herkunft.

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