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Künstler: Informel & Abstraktion

Marc Adrian

Bildender Künstler, Filmemacher, Autor, 1930–2008, Wien – Hamburg

Wiener Avantgardist zwischen Op-Art, Experimentalfilm und konkreter Poesie; Hinterglasmontagen, Bildobjekte und „maschinentexte“.

1930 in Wien geboren, studierte Marc Adrian 1948–1954 Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien und ab 1965 Wahrnehmungspsychologie an der Universität Wien. Mit Peter Kubelka und Ferry Radax gehört er zur ersten Generation österreichischer Avantgardefilmer. 1970–1973 lehrte er als Professor für Malerei und ästhetische Theorie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, später hatte er Lehraufträge an beiden Wiener Kunsthochschulen. Er starb 2008 in Wien.

Adrians bildnerisches Werk untersucht Wahrnehmung: Hinterglasmontagen aus gerasterten Folien, die sich bei Bewegung des Betrachters verändern, Bildobjekte und Strukturen, die zur Op-Art und zu den Neuen Tendenzen der 1960er Jahre gehören. Parallel entstanden Filme aus Einzelbildern und Texten sowie literarische Arbeiten wie „inventionen“, „Die Wunschpumpe“ und „maschinentexte“. Für den März Verlag übersetzte er Kenneth Patchen und Harry Mathews. Die Bildobjekte nutzen Raster, Glas und Spiegelung, um Bewegung ohne Motor zu erzeugen.

Hinterglasarbeiten sind bruch- und feuchtigkeitsempfindlich; Ablösungen der Folien hinter dem Glas mindern den Wert. Rückseitige Beschriftungen nennen meist Titel, Jahr und Signatur. Wegen der seriellen Machart sind Herkunft und Ausstellungsnachweise wichtig, etwa aus der Galerie nächst St. Stephan oder den Ausstellungen der Neuen Tendenzen. Druckgrafik und Editionen sind nummeriert. Literarische Erstausgaben sind eigene Sammelobjekte.

Epochen & Stile

Ebenfalls: Informel & Abstraktion

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