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Zeitgenössische Kunst im 11. Bezirk, 1110 Wien

Zeitgenössische Kunst in Simmering: Plastik und Fotografie

Wotrubas Ehrengrab am Zentralfriedhof, Bildhauer- und Steinmetzbetriebe an der Hauptstraße und Mejchars Bilder der Simmeringer Haide prägen den Blick auf Kunst nach 1945.

Entlang der Simmeringer Hauptstraße beim Zentralfriedhof arbeiten seit Langem Steinmetze, Bildhauer und Friedhofsgärtnereien. Aus diesem Umfeld stammen Gipsmodelle, Entwurfsmodelle, Kleinbronzen und Steinplastik, die in Werkstattnachlässen und in Haushalten von Mitarbeitern auftauchen. Im Süden und Osten, in Kaiserebersdorf, auf der Simmeringer Haide und am Leberberg, stehen Einfamilienhäuser und Gärtnereien, bei denen oft der gesamte Hausrat ansteht. In den umgebauten Gasometern wohnen dagegen Haushalte, die erst nach 2001 eingezogen sind und Fotoarbeiten oder Editionen besitzen.

Am Zentralfriedhof liegt Fritz Wotruba in einem Ehrengrab, das sein „Großer Torso“ von 1971 bezeichnet; die Plastik ist für Wotruba-Bronzen und Arbeiten seiner Schüler ein naheliegender Vergleich. Zwischen 1967 und 1976 entstand Elfriede Mejchars Serie über die Simmeringer Haide, mit Gärtnereien, Lagerflächen und Stadtrand. Beim Umbau der Gasometer 1999 bis 2001 arbeiteten Jean Nouvel, Coop Himmelb(l)au, Manfred Wehdorn und Wilhelm Holzbauer, womit Simmering ein Schauplatz der Architektur der Gegenwart wurde.

Plastik aus Stein oder Bronze ist schwer; fotografieren Sie sie bitte mit einem Maßband und notieren Sie, wo sie steht – Garten, Hof, Werkstatt oder Keller. Gipsmodelle sind empfindlich und werden in Decken verpackt, bevor sie bewegt werden. Stammt ein Stück möglicherweise von einer Grabanlage, steht die Herkunftsfrage vor jedem Preis. Werkstattnachlässe an der Hauptstraße sichten wir in der Werkstatt selbst, solange Modelle, Werkzeug und fertige Stücke noch beisammen stehen.

Was in Simmering häufig auftaucht

  • Gipsmodelle, Entwurfsmodelle und Kleinplastik – Bildhauer- und Steinmetzbetriebe an der Simmeringer Hauptstraße.
  • Plastik der Nachkriegsmoderne – Wotrubas Ehrengrab mit dem „Großen Torso“ als Vergleich.
  • Fotoarbeiten mit Stadtrandmotiven – Elfriede Mejchars Serie über die Simmeringer Haide.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 11. Bezirk.

Künstler

232

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

28

Materialien, Techniken & Punzen

12

Fragen zu Zeitgenössische Kunst

Muss ich beim Verkauf das Folgerecht bezahlen?

Das Folgerecht betrifft nur Verkäufe unter Beteiligung des Kunsthandels und urheberrechtlich geschützte Werke. Die Abwicklung wird bei der Angebotslegung besprochen.

Mein Bild ist nur rückseitig signiert – ist das ein Problem?

Nein, bei Gegenwartskunst ist die rückseitige Signatur mit Titel und Datum üblich. Wichtig ist, dass sie zur Handschrift des Künstlers passt und durch Rechnung oder Zertifikat gestützt wird.

Was mache ich, wenn das Zertifikat fehlt?

Viele Werke wurden direkt im Atelier oder ohne Papiere erworben. Dann helfen Fotos, Briefe, Ausstellungskataloge und eine Anfrage beim Künstler, seinem Studio oder der Galerie. Diese Klärung ist Teil der Bewertung.

Meine Neonarbeit leuchtet nicht mehr – kaufen Sie sie trotzdem?

Ja, wenn das Objekt sonst intakt ist. Röhren und Transformatoren lassen sich nach Vorgabe der Künstlerin oder des Künstlers ersetzen; der Aufwand fließt in die Bewertung ein.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.