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Künstler: Informel & Abstraktion

Jürgen Messensee

Maler, Grafiker, 1936–2024, Wien

Wiener Maler des in Chiffren aufgelösten weiblichen Körpers; Pauser-Schüler, Velázquez-Paraphrasen im Kunsthistorischen Museum 1993.

Der 1936 in Wien geborene Jürgen Messensee studierte 1955–1960 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Sergius Pauser. 1973–2000 war er Mitglied der Wiener Secession. In den 1980er und frühen 1990er Jahren setzte er sich intensiv mit Diego Velázquez auseinander; seine „Infantinnen“ zeigte das Kunsthistorische Museum 1993. Messensee lebte und arbeitete in Wien und starb im September 2024. Er erhielt mehrere Auszeichnungen für Malerei und Grafik.

Messensees Malerei bleibt gegenständlich, löst den Gegenstand aber in Chiffren und Kürzel auf. Wiederkehrend sind der weibliche Körper und Körperteile, die er mit wenigen Linien, Farbflecken und Leerstellen andeutet. Die Velázquez-Paraphrasen übertragen die Figuren der Infantinnen in diese verknappte Sprache. Er arbeitete in Öl und Acryl auf Leinwand, in Zeichnung, Mischtechnik und Druckgrafik, vor allem Radierung und Lithografie. Der Pinselstrich bleibt offen und skizzenhaft, der Grund oft sichtbar.

Arbeiten sind meist signiert und datiert, Leinwände oft rückseitig betitelt. Die skizzenhafte Malweise mit offenen Flächen erfordert einen genauen Blick auf Verschmutzung und Lichtschäden am Grund. Druckgrafik ist mit Bleistift signiert und nummeriert. Etiketten der Secession und von Wiener Galerien sowie Katalogabbildungen stützen die Datierung. Arbeiten auf Papier erscheinen häufiger als großformatige Leinwände und stammen oft aus Wiener Privatbesitz.

Epochen & Stile

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