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Künstler: Informel & Abstraktion

Franz Grabmayr

Maler, 1927–2015, Pfaffenberg (Kärnten) – Wien – Waldviertel

Maler pastoser Material- und Landschaftsbilder: Sandgruben, Tanzblätter und Feuerbilder, Atelier im Karl-Marx-Hof und im Waldviertel.

1927 in Pfaffenberg bei Obervellach in Kärnten geboren, arbeitete Franz Grabmayr bis 1962 als Hauptschullehrer in St. Jakob im Rosental. Ab 1954 studierte er an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Robin Christian Andersen und diplomierte 1964 bei Herbert Boeckl; 1967–1969 war er Assistent bei Gustav Hessing. Ab 1964 lebte er hauptsächlich im Waldviertel, im Winter arbeitete er in seinem Wiener Atelier im Karl-Marx-Hof. Grabmayr starb 2015 in Wien.

Grabmayr trug Ölfarbe sehr dick mit dem Spachtel auf und mischte Pigmente mit Sand, Asche oder Getreidehalmen. Werkgruppen sind die „Grünen Bilder“ der 1960er Jahre, die „Sandgruben“, die „Tanzblätter“ ab etwa 1970, Landschaften mit Kornmandln und Wurzelstöcken, ab den 1980er Jahren die „Feuerbilder“ und ab 2006 Steinbruch-Bilder. Für die Feuerbilder zog ein Traktor eine fahrbare Werkstatt ins Freie. Die Tanzblätter entstanden mit Tusche und Aquarell auf Molino und Papier.

Die schweren, reliefartigen Farbschichten sind das wichtigste Echtheitsmerkmal und zugleich die größte Schwachstelle: Risse, Ausbrüche und lose Partien mindern den Wert. Transport und Lagerung erfordern liegende Verpackung. Rückseiten tragen meist Titel, Jahr und Signatur. Tanzblätter sind leichter und erscheinen häufiger; ihre Tuschen sind lichtempfindlich. Herkunft aus Waldviertler und Wiener Sammlungen sowie Galerieetiketten erleichtern die Datierung innerhalb der Werkgruppen.

Epochen & Stile

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