Künstler: Phantastischer Realismus
Anton Lehmden
Maler, Grafiker, 1929–2018, Nitra – Wien – Deutschkreutz
Maler und Radierer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus; Weltlandschaften in feinster Detailmalerei, Schloss Deutschkreutz als Atelier.
Geboren 1929 in Nitra in der heutigen Slowakei, kam Anton Lehmden als Kind nach Wien und studierte ab 1945 an der Akademie der bildenden Künste bei Albert Paris Gütersloh. Mit Ernst Fuchs, Arik Brauer, Rudolf Hausner und Wolfgang Hutter gehörte er zum Kern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. 1966 erwarb er das Schloss Deutschkreutz im Burgenland, das er über Jahrzehnte restaurierte und als Wohn- und Arbeitsort nutzte. Ab 1971 leitete er eine Meisterschule an der Wiener Akademie. Lehmden starb 2018 in Wien.
Lehmden malte Weltlandschaften in der Tradition der Donauschule und Pieter Bruegels: weite Ebenen, Gebirge, Wolkenbänke und Vogelschwärme, in die winzige Szenen von Krieg, Zerstörung und Erneuerung eingebettet sind. Die Bilder entstehen in einer feinen Lasurmalerei in Öl auf Holz oder Leinwand, oft über Jahre. Sein druckgrafisches Werk, vor allem Radierungen und Kaltnadelarbeiten, ist umfangreich und technisch anspruchsvoll. Daneben entstanden Aquarelle und Zeichnungen, häufig als Studien zu den Landschaften.
Radierungen sind mit Bleistift „Lehmden“ signiert und nummeriert, Probedrucke tragen Zustandsvermerke. Bei der feinen Linienführung entscheidet die Qualität des Abzugs: Frühe Drucke zeigen klare, tiefe Schwärzen, späte Abzüge einer müden Platte wirken flau. Gemälde sind selten auf dem Markt und verlangen lückenlose Herkunft. Aquarelle reagieren auf Licht; der Zustand der zarten Himmelspartien bestimmt den Wert. Ausstellungskataloge des Phantastischen Realismus helfen beim Abgleich.
Epochen & Stile
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Ebenfalls: Phantastischer Realismus
- Arik Brauer1929–2021
- Ernst Fuchs1930–2015
- Rudolf Hausner1914–1995
- Wolfgang Hutter1928–2014
- Fritz Janschka1919–2016
- Leherb1933–1997
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