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Künstler: Phantastischer Realismus

Wolfgang Hutter

Maler, Grafiker, Bühnenbildner, 1928–2014, Wien

Gütersloh-Schüler und Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus; künstliche Gärten, Lithografien, Mosaik in Floridsdorf.

Wolfgang Hutter, 1928 in Wien geboren, studierte 1945–1950 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Albert Paris Gütersloh. Mit Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Edgar Jené und Fritz Janschka gründete er eine surrealistische Gruppe im Art Club und wurde Gründungsmitglied der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. 1966–1997 lehrte er an der Hochschule für angewandte Kunst Wien, ab 1974 als ordentlicher Professor. Er starb 2014; seit 2016 trägt der Hutterplatz in Floridsdorf seinen Namen.

Hutters Motive sind künstliche Gärten, märchenhafte Szenen, Blüten, Masken und Mädchenfiguren in kühlen, leuchtenden Farben und großer Detailgenauigkeit. Er malte in Öl auf Hartfaser, auch in sechseckigen Formaten wie „Die Fächermädchen“ (1990), und schuf Lithografien wie „Ein Mädchen – fünf Hüte“ (1974) und Grafik zur „Zauberflöte“. Er entwarf Bühnenbilder für Oper, Ballett und Theater, Tapisserien für das Burgtheater, Wandbilder und Mosaike.

Lithografien Hutters erscheinen häufig, meist mit Bleistiftsignatur und Nummer. Ölbilder auf Hartfaser haben glatte, lasierte Oberflächen, die auf Kratzer und unsachgemäße Reinigung empfindlich reagieren. Bei sechseckigen Formaten sind die Kanten des Bildträgers zu prüfen. Herkunft aus Wiener Galerien und Kataloge des Phantastischen Realismus stützen die Zuschreibung. Bühnenbildentwürfe sind eigene Sammelobjekte.

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