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Künstler: Informel & Abstraktion

Hans Bischoffshausen

Maler, Grafiker, 1927–1987, Feld am See – Paris – Villach

Kärntner Maler monochromer Strukturbilder in Weiß, Schwarz und Gold; Freund Lucio Fontanas und Teil des französischen ZERO-Umfelds.

Geboren 1927 in Feld am See, begann Hans Bischoffshausen 1946 ein Architekturstudium in Graz und eignete sich die moderne Malerei weitgehend selbst an; frühe Arbeiten zeigen den Einfluss Paul Klees. Ab 1957 war er mit Lucio Fontana befreundet. Der Joanneum-Preis von 1959 ermöglichte den Umzug nach Paris, wo er zum Umfeld von Yves Klein und Georges Mathieu gehörte und den Kreis als „ZERO-Avantgarde“ bezeichnete. Er kehrte nach Kärnten zurück und starb 1987 in Villach.

Nach Experimenten mit Asphalt, Asche, Lack und Blech entwickelte Bischoffshausen 1956/57 eine eigene Sprache: Weiß-in-Weiß-Strukturen und reliefartige Flächen in monochromem Schwarz, Weiß oder Gold, mit sehr wenig Material. Mitte der 1970er Jahre kehrte die Farbe zurück, in Gold und Rot, mit Kreuzformen sowie perforierten und angesengten Oberflächen. Für das Klinikum Klagenfurt schuf er 1961 den 30 Meter langen Relieffries „Champ d’Energie“, der 2010 restauriert wurde.

Die strukturierten Oberflächen sind empfindlich: Abrieb, Druckstellen und Verschmutzung auf weißen Partien sind kaum unsichtbar zu beheben und bestimmen den Wert. Rückseitige Beschriftungen nennen meist Titel, Jahr und Ort. Herkunft aus Pariser und Kärntner Galerien und Ausstellungsnachweise im Umfeld von ZERO sind wichtige Belege, da monochrome Strukturbilder leicht imitiert werden.

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