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Künstler: Nachkriegsmoderne & Art Club

Karl Stark

Maler, Grafiker, 1921–2011, Glojach – Wien – Klosterneuburg

Steirischer Maler einer aus der Farbe entwickelten, expressiven Malerei; Stillleben und Landschaften, 1980 Gründer der Galerie Austria in Wien.

Karl Stark, 1921 im steirischen Glojach geboren, besuchte 1936–1940 die Bildhauerklasse von W. Gössner an der Kunstgewerbeschule Graz; vier Jahre Kriegsdienst unterbrachen die Ausbildung. Danach studierte er zwei Jahre in der Meisterklasse für Malerei von Rudolf Szyszkowitz und 1947–1951 an der Akademie der bildenden Künste Wien. 1956–1959 leitete er die Grafikklasse der Kunstgewerbeschule Linz. 1980 gründete er in Wien die Galerie Austria. Stark starb 2011 in Klosterneuburg.

Starks Malerei entwickelt Form aus der Farbe: Stillleben mit Krügen, Gläsern und Früchten, Landschaften und Interieurs in kräftigen, pastos gesetzten Tönen. Die Nähe zu Richard Gerstl, Jean Egger und Herbert Boeckl ist sichtbar, besonders im breiten, sichtbaren Pinselstrich. Ein typisches Beispiel ist das „Stillleben mit dunkelblauem Glasgefäß und Äpfeln“ von 1976. Neben Ölbildern entstanden Aquarelle, Gouachen und Druckgrafik. Einzelausstellungen zeigten unter anderem Paris 1964 und New York 1967.

In Wien vertraten ihn die Galerien Nebehay und Würthle; Etiketten dieser Häuser sind wertvolle Herkunftsbelege. Gemälde sind meist vorne mit „Stark“ und Jahreszahl signiert. Pastose Farbschichten neigen bei unsachgemäßer Lagerung zu Rissen und Abplatzungen, was die Bewertung beeinflusst. Bei Aquarellen und Gouachen zählen Leuchtkraft und Lichtschäden. Arbeiten erscheinen häufig in Wiener und niederösterreichischen Verlassenschaften.

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