Künstler: Phantastischer Realismus
Leherb
Maler, Grafiker, Keramiker, 1933–1997, Wien – Paris
Wiener Maler des Phantastischen Realismus mit surrealistischer Neigung; schuf die Fayencewand „Die Kontinente“ für die Wirtschaftsuniversität.
1933 in Wien geboren, nannte Helmut Leherbauer sich als Künstler Leherb, später auch Maître Leherb. Er studierte 1948–1954 an der Akademie für angewandte Kunst Wien und an der Kunstakademie Stockholm, ab 1955 in der Klasse von Albert Paris Gütersloh an der Akademie der bildenden Künste. Er zählte zur Wiener Schule des Phantastischen Realismus und wandte sich zunehmend dem Surrealismus zu. Verheiratet war er mit der Malerin Lotte Profohs. Er starb 1997 in Wien.
Leherb malte in einer zarten, aquarellartigen Valeurmalerei mit Sfumato traumhafte Szenen, Frauengestalten und literarische Anspielungen, etwa „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Neben Gemälden entstanden Keramikreliefs, Mosaike und Arbeiten aus Bronze und Keramik. Für den 1982 eröffneten Neubau der Wirtschaftsuniversität Wien fertigte er in Faenza die Fayencewand „Die Kontinente“ aus über 3500 Keramikplatten. Er gestaltete Plakate für die Österreich Werbung und für die Olympischen Winterspiele Innsbruck 1976.
Druckgrafik und Plakate erscheinen häufig, Gemälde seltener. Signiert ist meist mit „Leherb“, oft mit Jahreszahl. Die zarten Lasuren seiner Gemälde reagieren empfindlich auf Reinigung und Licht. Keramiken und Fayencen sind auf Abplatzungen der Glasur und Haarrisse zu prüfen. Olympiaplakate von 1976 sind als Ephemera gesucht; signierte Exemplare sind von unsignierten Auflagedrucken zu unterscheiden.
Epochen & Stile
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