Künstler: Gegenwartskunst Wien
Florentina Pakosta
Malerin, Zeichnerin, Grafikerin, geb. 1933, Wien
Wiener Zeichnerin großformatiger, satirischer Köpfe und Malerin der „Trikolore-Bilder“; 2023 Österreichischer Kunstpreis für bildende Kunst.
Geboren 1933 in Wien, studierte Florentina Pakosta an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ab den 1970er Jahren wurde sie mit großformatigen Zeichnungen bekannt, in denen sie männliche Macht, Gewalt und Anpassung als groteske Köpfe und Körper darstellt. Die Albertina besitzt Blätter wie „Aggressive Bewegung“, „Sägemund“ und „Kriegslust – Aggression II“. Ausstellungen zeigten neben der Albertina das Leopold Museum, das Belvedere und das Sprengel Museum Hannover. 2023 erhielt sie den Österreichischen Kunstpreis für bildende Kunst.
Pakostas Zeichnungen entstehen in Kohle, Bleistift und Tusche, oft in Formaten, die Plakatgröße erreichen. Die Köpfe sind karikaturhaft verdichtet, mit Werkzeugen, Mündern und Gliedmaßen, die zu Waffen werden. Ab 1989 wandte sie sich in der Malerei einer strengen Geometrie zu: Die „Trikolore-Bilder“ ordnen wenige reine Farben in Streifen und Flächen. Daneben entstanden Radierungen und Lithografien; ihre Druckgrafik findet sich in der Albertina und in Mappenausgaben.
Zeichnungen sind meist signiert und datiert, oft mit Titel. Großformatige Kohlearbeiten verwischen leicht und brauchen eine Rahmung mit Abstand zum Glas; Knickspuren durch Rollen mindern den Wert. Druckgrafik trägt Bleistiftsignatur, Nummer und häufig das Jahr. Herkunft aus Ausstellungen, Galerieetiketten und Abbildungen in Katalogen erleichtern die Einordnung der frühen Zeichnungen aus den 1970er Jahren.
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