Material: Malerei & Grafik
Öl auf Leinwand
Ölmalerei auf gespannter Leinwand, seit dem 16. Jahrhundert die vorherrschende Technik der europäischen Tafelbilder.
Die Ölmalerei auf Leinwand setzte sich im 16. Jahrhundert in Venedig durch und wurde zur vorherrschenden Technik der europäischen Malerei. Die Leinwand wird auf einen Holzrahmen gespannt, grundiert und mit Ölfarben bemalt. Ab dem 18. Jahrhundert ermöglichten Keilrahmen, die Spannung nachzustellen. Im 19. Jahrhundert verkauften Künstlerbedarfshändler vorgrundierte Leinwände mit Stempeln auf der Rückseite, die heute bei der Datierung helfen. Gemälde des 19. Jahrhunderts und der Moderne sind überwiegend so ausgeführt.
Die Rückseite verrät viel: Leinwandstruktur, Keilrahmen, Nägel oder Klammern, Händlerstempel, Ausstellungsetiketten und Inventarnummern. Handgeschmiedete Nägel deuten auf ältere Aufspannungen, Heftklammern auf das 20. Jahrhundert. Eine doublierte Leinwand mit zweiter Leinwand auf der Rückseite zeigt eine frühere Restaurierung. Im Streiflicht erkennt man Pinselduktus und Malschichten. Unter UV-Licht erscheinen Retuschen dunkel. Öldrucke zeigen unter der Lupe Rasterpunkte und eine geprägte Pinselstruktur. Leinwandränder tragen oft Spuren früherer Aufspannungen.
Den Wert eines Gemäldes bestimmen Künstler, Motiv, Qualität, Größe und Zustand. Krakelüre ist normal, abblätternde Farbe und Risse in der Leinwand mindern den Wert. Fälschungen und spätere Kopien sind häufig, deshalb gehört die Prüfung der Rückseite zur Ersteinschätzung. Eine Signatur allein reicht für eine Zuschreibung nicht aus; Provenienz und Vergleich mit gesicherten Werken entscheiden.
So prüfen Sie es
- Leinwandstruktur und Keilrahmen
- Nägel oder Klammern an der Rückseite
- Händlerstempel und Etiketten
- Pinselduktus im Streiflicht
- Rasterpunkte bei Öldrucken
Öl auf Leinwand verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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