Material: Fotografie
C-Print
Chromogener Farbabzug vom Negativ, seit den 1940er-Jahren Standard der Farbfotografie und in großen Formaten Medium der Gegenwartskunst.
Beim C-Print, dem chromogenen Abzug, enthält das Papier drei lichtempfindliche Schichten, in denen bei der Entwicklung Farbstoffe in Gelb, Magenta und Cyan entstehen. Kodak führte Farbnegativpapier in den 1940er-Jahren ein, ab den 1960er-Jahren wurden Farbfotos zum Alltag. Seit den 1980er-Jahren arbeiten Künstler wie Andreas Gursky, Thomas Struth und Candida Höfer mit großformatigen C-Prints, oft hinter Acrylglas kaschiert. Viele Familienfotos der Nachkriegszeit sind ebenfalls C-Prints.
C-Prints zeigen kontinuierliche Farbübergänge ohne Raster, die Farbstoffe liegen in der Schicht. Ältere Abzüge verblassen oder verschieben sich farblich, oft ins Rötliche, weil der Cyanfarbstoff schneller abbaut. Rückseiten tragen Aufdrucke des Papierherstellers. Künstlerabzüge sind auf der Rückseite oder einem Label signiert, nummeriert und datiert. Kaschierungen hinter Acrylglas sind kratzempfindlich. Inkjet-Prints zeigen unter der Lupe feine Tintentröpfchen. Lichtechtheit und Lagerung bestimmen die Erhaltung stärker als das Alter.
Großformatige C-Prints bekannter Künstler aus limitierten Auflagen sind gesucht; Auflagenhöhe, Zertifikat und Zustand bestimmen den Wert. Familienfotos haben keinen Marktwert. Kratzer im Acrylglas und verblasste Farben mindern den Wert erheblich, weil sich C-Prints kaum restaurieren lassen. Galeriezertifikate und Werkverzeichnisse bestätigen Auflage und Echtheit; ohne sie ist eine Zuordnung schwierig.
So prüfen Sie es
- kontinuierliche Farbübergänge ohne Raster
- Farbverschiebung ins Rötliche bei Alterung
- Papierhersteller-Aufdruck auf der Rückseite
- Signatur und Auflage auf Label
- Acrylglas-Kaschierung
C-Print verkaufen: in allen 23 Bezirken
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