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Künstler: Informel & Abstraktion

Johann Fruhmann

Maler, 1928–1985, Weißenstein (Kärnten) – Wien – Lengenfeld

Kärntner Maler des Informel; Bogenformen und vertikal symmetrische Bildzeichen, Mosaik an der Wiener Stadthalle, Galerie im Griechenbeisl.

Der 1928 in Weißenstein in Kärnten geborene Johann Fruhmann lernte an der Kunstgewerbeschule Graz Freskomalerei bei Fritz Silberbauer und Malerei bei Alfred Wickenburg. 1948/49 studierte er an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Robin Christian Andersen und Albert Paris Gütersloh. 1957 heiratete er die Malerin Christa Hauer; gemeinsam führten sie 1960–1971 die Galerie im Griechenbeisl, um 1972 erwarben sie Schloss Lengenfeld in Niederösterreich. Fruhmann starb 1985 in Lengenfeld.

Fruhmanns Weg führte von geometrischer Abstraktion Anfang der 1950er Jahre zu Bogenformen und um 1960 zu vertikal symmetrischen Bildzeichen, die zu seinem Kennzeichen wurden. Die „Komposition Nr. 4“ (1951) und eine „Abstrakte Komposition“ um 1962 befinden sich im Belvedere. Es folgten die Zyklen „Malerei“ (1963–1966) und „Bild“ (1976–1984). 1957 schuf er ein Mosaik für die Wiener Stadthalle, 1967 ein Lichtenvironment für die Weltausstellung in Montreal.

Auf der Rückseite der Leinwände finden sich meist Zyklustitel und Jahr; Papierarbeiten tragen Bleistiftsignatur. Da das Werk über Zyklen geordnet ist, helfen Titel und Nummern bei der Datierung. Herkunft aus der Galerie im Griechenbeisl oder aus dem Umfeld von Schloss Lengenfeld ist ein guter Beleg. Großformate mit dünn lasierten Flächen zeigen Abrieb und Lichtschäden deutlich; der Zustand der Leinwandkanten ist zu prüfen.

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