Künstler: Neue Malerei
Hubert Scheibl
Maler, geb. 1952, Gmunden – Wien
Wiener Maler großer abstrakter Farbräume; Weiler- und Rainer-Schüler, in den 1980er Jahren Teil der Neuen Wilden, Albertina 2021.
1952 in Gmunden geboren, studierte Hubert Scheibl 1976–1981 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Max Weiler und Arnulf Rainer. In den 1980er Jahren gehörte er zu den Neuen Wilden; 1985 war er auf der Biennale von São Paulo vertreten, 1986 in der Ausstellung „Hacken im Eis“ im Museum des 20. Jahrhunderts und 1988 im „Aperto“ der Biennale von Venedig. 1990 stellte er mit Hans Kupelwieser in der Wiener Secession aus. Er lebt und arbeitet in Wien.
Scheibl malt abstrakte, oft sehr großformatige Bilder, in denen Farbschichten über- und untereinander liegen und Licht aus der Tiefe zu kommen scheint. Werkgruppen tragen Titel wie „Fat Ducks“ (Essl Museum 2010) oder „Plants and Murders“ (Museum der bildenden Künste Leipzig 2012). Das Belvedere zeigte 2016 „Fly“, die Albertina 2021 „Seeds of Time“. Neben Öl auf Leinwand entstehen Arbeiten auf Papier, Fotografien und Filme.
Scheibl bezeichnet seine Leinwände in der Regel auf der Rückseite. Die vielschichtigen, teils glänzenden Oberflächen sind empfindlich gegen Kratzer und Druckstellen; Großformate brauchen fachgerechten Transport. Herkunft aus Galerien wie Thaddaeus Ropac und Ausstellungsnachweise in Museen stützen die Zuschreibung. Arbeiten auf Papier erscheinen häufiger als große Leinwände und sind leichter zu bewegen. Signierte Kataloge und Ausstellungsplakate ergänzen das Sammelgebiet.
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