Material: Malerei & Grafik
Giclée
Digitaler Tintenstrahldruck auf Kunstpapier oder Leinwand, seit den 1990er-Jahren für Kunstreproduktionen und Editionen verwendet.
Der Begriff Giclée kam Anfang der 1990er-Jahre für hochauflösende Tintenstrahldrucke auf Kunstpapier oder Leinwand auf. Gedruckt wird mit Pigment- oder Farbstofftinten auf großformatigen Druckern. Museen, Verlage und Künstler nutzen das Verfahren für Reproduktionen, Editionen und Fotografie. Manche Künstler signieren und nummerieren Giclées als autorisierte Auflagen. Im Handel werden Giclées häufig als Originalgrafik oder als Druck auf Leinwand mit Pinselstruktur angeboten, teils mit nachträglich aufgetragenem Firnis.
Unter der Lupe zeigt ein Giclée ein unregelmäßiges Muster feinster Farbpünktchen ohne die Rosetten des Offsetdrucks. Die Farbe liegt im Papier, nicht darauf, und hat kein Relief. Ein Plattenrand fehlt. Auf Leinwand gedruckte Giclées tragen oft eine aufgetragene Pinselstruktur aus Gel, die nicht zum Bildmotiv passt. Rückseiten nennen häufig Verlag und Auflage, Zertifikate ersetzen jedoch keine Prüfung. Die Kanten der Leinwand zeigen oft gespiegelte oder verlängerte Bildränder.
Giclées haben einen geringen Wiederverkaufswert, auch wenn sie signiert und nummeriert sind. Originale in Öl oder Acryl werden mit Giclées auf Leinwand verwechselt, was bei Erbstücken häufig zu Enttäuschungen führt. Die Lupe und die Rückseite klären die Technik. Lithografien und Siebdrucke bekannter Künstler sind höher einzustufen als Giclée-Editionen.
So prüfen Sie es
- unregelmäßige feinste Farbpünktchen
- kein Farbrelief
- aufgetragene Gelstruktur auf Leinwand
- Verlags- und Auflagenangaben
- gespiegelte Bildränder an Kanten
Giclée verkaufen: in allen 23 Bezirken
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