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Künstler: Informel & Abstraktion

Markus Prachensky

Maler, Grafiker, 1932–2011, Innsbruck – Wien

Maler des roten Pinselgestus aus der Gruppe der Galerie nächst St. Stephan; 1959 Aktion „Peinture liquide“ im Theater am Fleischmarkt.

Der 1932 in Innsbruck geborene Markus Prachensky studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien zunächst Architektur bei Clemens Holzmeister und wechselte dann zur Malerei. Mit Wolfgang Hollegha, Josef Mikl und Arnulf Rainer bildete er die Gruppe um Otto Mauers Galerie nächst St. Stephan. 1959 ließ er im Wiener Theater am Fleischmarkt bei der Aktion „Peinture liquide“ rote Farbe über senkrecht aufgestellte Bildträger rinnen. Später lehrte er an der Wiener Akademie; er starb 2011 in Wien.

Rot in vielen Abstufungen bestimmt das Werk, dazu kommen Schwarz und seltener Gelb, Ocker oder Blau. Ein Bild entsteht aus wenigen, breit gezogenen Pinselbahnen, die sich kreuzen, überlagern und in Läufen enden. Prachensky arbeitete in Werkreihen, die oft nach Regionen benannt sind, in denen sie entstanden, und reiste dafür nach Italien, Kalifornien und Asien. Neben Öl und Acryl auf Leinwand stehen Gouachen und Tuschen auf Papier sowie Farbserigrafien und Lithografien.

Signiert ist meist mit „Prachensky“ und Jahreszahl, auf Papier in Bleistift oder Farbstift, auf Leinwand häufig rückseitig mit Titel und Datum. Der knappe Gestus lässt sich leicht nachahmen; echte Arbeiten zeigen definierte Ansätze und Enden der Pinselzüge und lasierende Überlagerungen statt flächiger Füllung. Galerieetiketten, Kataloge und Ausstellungsnachweise stützen die Zuschreibung. Druckgrafik ist mit Bleistift signiert und nummeriert; Offsetplakate ohne Signatur haben Dekorationswert.

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