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Künstler: Nachkriegsmoderne & Art Club

Susanne Wenger

Malerin, Bildhauerin, Grafikerin, 1915–2009, Graz – Wien – Oshogbo (Nigeria)

Mitbegründerin des Wiener Art Club 1947; lebte ab 1950 in Nigeria und gestaltete den Heiligen Hain von Oshogbo, heute UNESCO-Welterbe.

Susanne Wenger, 1915 in Graz geboren, studierte in Graz und an der Akademie der bildenden Künste Wien. 1947 gehörte sie zu den Mitbegründern des Art Club in Wien und stellte in seinem Umfeld aus. 1949 ging sie nach Paris, 1950 mit ihrem Mann, dem Sprachforscher Ulli Beier, nach Nigeria. Dort wurde sie in die Yoruba-Religion eingeführt, nahm den Namen Adunni Olorisha an und lebte bis zu ihrem Tod 2009 in Oshogbo.

In Oshogbo gestaltete Wenger mit einheimischen Künstlern ab den 1960er Jahren den Heiligen Hain der Göttin Oshun mit Schreinen, Mauern und großen Skulpturen aus Zement, Lehm und Eisen. Der Hain steht seit 2005 auf der Welterbeliste der UNESCO. Daneben entstanden Batiken, Holzschnitte, Zeichnungen und Gemälde, die Yoruba-Mythen und Gottheiten darstellen. Ihre frühen Wiener Arbeiten aus den Jahren um 1947 zeigen surreale und expressive Züge, oft in Tusche und Aquarell.

Auf dem österreichischen Markt erscheinen vor allem Batiken, Grafik und frühe Zeichnungen. Batiken sind auf Baumwolle gefärbt und tragen oft eine Signatur oder ein Zeichen im Stoff; Ausbleichungen und Stockflecken mindern den Wert. Frühe Wiener Blätter aus der Art-Club-Zeit sind selten. Herkunftsnachweise, Briefe und Ausstellungskataloge helfen, Arbeiten aus Nigeria von späteren Werkstattarbeiten ihres Umkreises zu unterscheiden.

Epochen & Stile

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