Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Künstler: Architektur 20. & 21. Jh.

Coop Himmelb(l)au

Architekturbüro (Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky), seit 1968, Wien

1968 in Wien gegründetes Architekturbüro; vom pneumatischen Experiment über den Dachausbau Falkestraße bis zu Gasometer B und der Europäischen Zentralbank.

Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky und Michael Holzer gründeten 1968 in Wien Coop Himmelb(l)au; Holzer schied bald aus. In den ersten Jahren entstanden aufblasbare Raumskulpturen und Aktionen wie „Villa Rosa“ (1968) und „Restless Sphere“ (1971), mit denen die Gruppe Architektur als körperliches Erlebnis erprobte. 1980 setzten sie in Graz den „Blazing Wing“ in Brand. 1988 zeigte das Museum of Modern Art in New York ihre Arbeiten in der Ausstellung „Deconstructivist Architecture“.

Der Dachausbau für eine Anwaltskanzlei in der Falkestraße (1983–1988) mit seinem Gerüst aus Stahl und Glas wurde zum Referenzbau des Dekonstruktivismus. In Simmering bauten sie 1999–2001 Gasometer B mit dem angelehnten Wohnschild um. International folgten der UFA-Kristallpalast in Dresden (1998), die BMW Welt in München (2007), das Musée des Confluences in Lyon (2014) und der Neubau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt (2014).

Für Sammler sind Skizzen, Modelle und Editionen der Frühzeit interessant, außerdem Möbel wie der Sessel „Vodöl“ aus der Vitra Edition von 1989. Plakate und Kataloge der Ausstellungen der 1970er- und 1980er-Jahre dokumentieren die Entwicklung. Bei Zeichnungen ist zu klären, ob es sich um eigenhändige Skizzen von Wolf D. Prix, um Büroarbeiten oder um Reproduktionen aus Publikationen handelt.

Ebenfalls: Architektur 20. & 21. Jh.

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