Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Keramik, Majolika & Fayence im 1. Bezirk, 1010 Wien

Keramik verkaufen in der Inneren Stadt: Wiener Werkstätte bis Majolika

Ab 1907 führte die Wiener Werkstätte ein Lokal am Graben, das auch Keramik anbot; das MAK am Stubenring verwahrt Vergleichsstücke von der Habaner Fayence bis zu Powolny.

Ringstraßenpalais und barocke Bürgerhäuser zwischen Freyung, Schottenviertel und Stubenviertel waren auf Repräsentation eingerichtet. Prunkvasen und Wandteller aus Majolika des Historismus standen auf Kaminsimsen und Kredenzen, Kachelöfen mit glasierten Kacheln heizten die Beletage. In Familien, die seit Generationen am selben Ort wohnen, tauchen außerdem Figuren der Wiener Keramik, Tänzerinnen von Goldscheider und Gefäße der Wiener Werkstätte auf, oft neben Glas von Lobmeyr und Tafelsilber. Bei Verlassenschaften kommen solche Stücke meist mit der ganzen Einrichtung.

Die Wiener Werkstätte führte ab 1907 ein Verkaufslokal am Graben; Lotte Calm schuf 1918 Wandbilder für den Stiegenaufgang ihrer Textilabteilung in der Kärntner Straße 32. Das MAK, 1863 als Museum für Kunst und Industrie gegründet, verwahrt das Archiv der Wiener Werkstätte und eine Keramiksammlung, an der sich Marken und Glasuren vergleichen lassen. Chinesische Keramik der Ming-Zeit zeigen MAK und Weltmuseum in der Neuen Burg. Im Dorotheum und in den Gassen um die Dorotheergasse handelt man Fayencen und Majoliken seit Generationen.

Majolika und Fayence vertragen keine Stöße; Stücke auf hohen Kästen oder Kaminsimsen holen Sie für Fotos bitte nicht herunter, das erledigen wir beim Termin. Fotografieren Sie zusätzlich den Boden mit Marke, Pressnummer oder Signatur. Die Besichtigung ist kostenlos; in den engen Stiegenhäusern der Barockhäuser verpacken wir jedes Stück einzeln noch in der Wohnung. Bezahlung bar oder per Überweisung.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Majolika-Prunkvasen und Wandteller des Historismus – Ausstattung der Ringstraßenpalais der 1860er- bis 1890er-Jahre
  • Keramik der Wiener Werkstätte mit WW-Marke und Künstlermonogramm – Verkaufslokal am Graben ab 1907
  • Kacheln und Ofenaufsätze – Kachelöfen in Beletage-Wohnungen und Barockhäusern

Mit Bezug zu Innere Stadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

35

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

31

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Keramik, Majolika & Fayence

Was ist der Unterschied zwischen Majolika und Fayence?

Beide sind Irdenware mit deckender, weißer Zinnglasur und Bemalung. Der Name Fayence leitet sich von der italienischen Stadt Faenza ab, Majolika von der Insel Mallorca, über die spanische Ware nach Italien kam. Im 19. Jahrhundert bezeichnete man auch farbig glasierte Reliefkeramik des Historismus als Majolika.

Wie erkenne ich eine Figur von Goldscheider?

Goldscheider-Figuren tragen meist eine eingeprägte oder gestempelte Firmenmarke, frühe Stücke oft „Reproduction réservée“, spätere „Goldscheider Wien“ und „Made in Austria“. Dazu kommen eingeprägte Modellnummern und Künstlersignaturen wie Dakon oder Lorenzl. Spätere Ausformungen aus den USA und England tragen eigene Marken.

Ist Gmundner Keramik gefragt?

Älteres Gmundner Geschirr mit grüngeflammtem Dekor, Arbeiten der Vereinigten Wiener und Gmundner Keramik und Keramik von Schleiss sind gesucht. Neuere Gebrauchsware ist häufig und wird nach Menge und Zustand bewertet.

Kaufen Sie auch beschädigte Keramik?

Bei alten Fayencen, seltenen Figuren und Arbeiten bekannter Künstler ja, auch mit Schäden und Restaurierungen. Bei Gebrauchskeramik mindern Chips und Risse den Wert erheblich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.