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Antiquitäten Wien

Art déco im 1. Bezirk, 1010 Wien

Art déco in der Inneren Stadt: das Hochhaus Herrengasse

Das Hochhaus Herrengasse von Siegfried Theiss und Hans Jaksch (1931/32) brachte die Zwischenkriegsmoderne ins Palaisviertel – mit Bezug zu Schmuck, Glas und Silber der Inneren Stadt.

Zwischen den Barockpalais von Herrengasse und Freyung, unweit des Palais Daun-Kinsky, errichteten Siegfried Theiss und Hans Jaksch 1931/32 das Hochhaus Herrengasse. Der Bau markiert, wie weit die Moderne der Zwischenkriegszeit in den alten Stadtkern vordrang. Das Kunsthandwerk dieser Jahre kauften viele Familien im Bezirk selbst: bei J. & L. Lobmeyr in der Kärntner Straße, bei den Juwelieren an Graben und Kohlmarkt und in den Verkaufslokalen der Wiener Werkstätte am Graben. Entsprechend tauchen solche Stücke in Verlassenschaften aus Ringstraßenwohnungen und Bürgerhäusern auf.

Typisch sind Schmuck mit Platin, Diamanten und Onyx in geometrischer Fassung, silberne Zigarettenetuis mit Emaildekor, Lobmeyr-Gläser in strengen Schliffformen, Puderdosen, Tischuhren und Keramikfiguren von Goldscheider. Bei Juwelierschmuck ist das Originaletui mit eingeprägtem Firmennamen ein wichtiges Indiz. Silber trägt österreichische Feingehaltspunzen, Platin meist eine eigene Stempelung. Umgearbeitete Schmuckstücke und neue Repliken erkennen wir an Lötstellen, Steinfassungen und Tragespuren, die nicht zum angegebenen Alter passen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.