Studiokeramik der Wiener Emigration
Gefäße von Lucie Rie, Hans Coper und Gertrud und Otto Natzler, die nach 1938 in London und Los Angeles arbeiteten.
Mehrere Schülerinnen und Schüler der Wiener Kunstgewerbeschule wurden nach 1938 im Exil zu Schlüsselfiguren der internationalen Studiokeramik. Lucie Rie, die bei Michael Powolny gelernt hatte, emigrierte 1938 nach London und schuf in ihrem Atelier in Albion Mews Schalen und Flaschen mit Sgraffito und Rohglasuren. Hans Coper, Emigrant aus Chemnitz, arbeitete ab 1946 in ihrem Atelier und entwickelte skulpturale Steinzeuggefäße. Gertrud und Otto Natzler emigrierten nach dem „Anschluss“ in die USA, wo Gertrud dünnwandige Schalen drehte und Otto die Glasuren entwickelte.
Arbeiten von Lucie Rie, Hans Coper und den Natzlers werden international gehandelt und sind sehr gesucht. Bewertet werden Künstler, Form, Glasur, Größe, Entstehungszeit und Zustand. Rie und Coper kennzeichneten ihre Gefäße mit eingeprägten Werkstattstempeln, die Natzlers mit Signaturen. Chips am Rand und Risse mindern deutlich, kleine Brennfehler gehören zur Technik. Frühe Wiener Arbeiten Lucie Ries vor 1938 sind selten. Belege der Herkunft, etwa Ausstellungs- oder Galerieetiketten, stützen die Zuordnung. Eine Prüfung im Original ist unverzichtbar.
Woran man es erkennt
- Lucie Rie in Albion Mews
- Steinzeug von Hans Coper
- Natzler-Glasuren
- Werkstattstempel
Künstler & Entwerfer
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