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Keramik, Majolika & Fayence

Jugendstilvasen aus Turn-Teplitz

Vasen und Figuren mit Frauenköpfen, Drachen und aufgesetzten Glassteinen von Amphora, Wahliss und anderen nordböhmischen Firmen.

Turn bei Teplitz in Nordböhmen war um 1900 ein Zentrum der Kunstkeramik. Die 1892 gegründete Firma Riessner, Stellmacher & Kessel brachte unter dem Namen Amphora Vasen mit plastischen Frauenköpfen, Drachen, Blüten, Insekten und aufgesetzten glasierten Schmucksteinen heraus, oft mit Goldauflagen und irisierenden Glasuren. Ernst Wahliss fertigte Jugendstilporzellan und ab etwa 1911 Fayencen unter dem Namen Serapis mit leuchtenden Farben und Golddekor. Weitere Werkstätten der Region schufen ähnliche Ziergefäße und Figuren, die vielfach für den Export bestimmt waren.

Amphora-Vasen mit aufwendigen plastischen Motiven, Schmucksteinen und gut erhaltener Vergoldung sind international gefragt. Bewertet werden Hersteller, Modell, Größe, Dekor und Zustand. Eingeprägte Marken wie „RStK“, „Amphora“, „Turn-Teplitz“ und „Austria“ oder „Czechoslovakia“ helfen bei der Datierung. Abgebrochene Henkel, fehlende Steine, Chips an plastischen Teilen und abgeriebene Vergoldung mindern. Serapis-Fayencen von Wahliss sind seltener als Amphora-Ware. Fotos von Boden und Detail sind wichtig.

Woran man es erkennt

  • Amphora seit 1892
  • Aufgesetzte Schmucksteine
  • Serapis von Wahliss
  • Marken mit Austria oder Czechoslovakia

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.