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Keramik, Majolika & Fayence

Terrakottabüsten der Gründerzeit

Bemalte Büsten und Figuren aus Terrakotta von Goldscheider, Maresch und Wiener Werkstätten des Historismus.

Friedrich Goldscheider gründete 1885 in Wien eine Manufaktur, die zunächst mit bemalten Terrakotten bekannt wurde: Büsten von Orientalinnen, Mauren, jungen Frauen mit Hut und Kindern, dazu Figuren, Gruppen und Wandteller. Die Oberflächen sind farbig gefasst, oft mit Goldakzenten und Bronzeimitation. Johann Maresch in Aussig und weitere Hersteller in Wien und Böhmen fertigten ähnliche Büsten und Tierfiguren. Die Stücke tragen häufig eingeprägte Marken, Modellnummern und den Vermerk „Reproduction réservée“. Sie schmückten Salons, Treppenhäuser und Vorzimmer der Gründerzeit.

Große Büsten mit gut erhaltener Bemalung, orientalische Motive und seltene Modelle sind gefragt. Bewertet werden Hersteller, Modell, Größe, Fassung und Zustand. Abgeriebene oder übermalte Fassungen, abgebrochene Nasen, Finger und Hutkrempen sowie Risse im Scherben mindern deutlich. Terrakotta ist empfindlich gegen Stöße, Restaurierungen sind häufig und unter UV-Licht erkennbar. Die eingeprägte Marke an Rückseite oder Sockel erleichtert die Zuordnung. Schwere Büsten werden einzeln verpackt transportiert.

Woran man es erkennt

  • Goldscheider ab 1885
  • Orientalische Büsten
  • „Reproduction réservée“
  • Übermalte Fassungen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.