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Jugendstil im 1. Bezirk, 1010 Wien

Jugendstil in der Inneren Stadt: Ankerhaus und Zacherlhaus

Otto Wagners Ankerhaus am Graben, Jože Plečniks Zacherlhaus (1903–1905) und Wagners Postsparkasse zeigen, wie der Jugendstil in die Geschäftsstraßen der Altstadt kam.

Am Graben errichtete Otto Wagner das Ankerhaus für die Versicherung Der Anker, mit großen Glasflächen im Geschäftsgeschoß. Sein Schüler Jože Plečnik baute 1903–1905 das Zacherlhaus für die Fabrikantenfamilie Zacherl, deren Fabrik in Döbling stand, und verkleidete es mit dunklen Granitplatten. 1904–1906 folgte Wagners Postsparkasse am Georg-Coch-Platz. Am Hohen Markt verbindet die Ankeruhr zwei Häuser derselben Versicherung. Zwischen diesen Bauten liegen die Geschäftsstraßen, in denen das Kunsthandwerk der Wiener Moderne verkauft wurde.

Jugendstil aus Innenstadtwohnungen ist häufig Kaufware der großen Adressen: Glas und Luster von Lobmeyr, Schmuck aus den Geschäften am Kohlmarkt, Silber und Lederwaren der Wiener Werkstätte, Uhren und Tischgerät. Originaletuis, Firmenstempel und Rechnungen stützen die Zuordnung. Schmuck prüfen wir auf Punzen, Steinbesatz und Fassungstechnik, Glas auf Schliff, Gravur und Signatur. Größere Möbel aus Kanzleien und Ordinationen, etwa Schreibtische und Bücherkästen der Zeit um 1905, bewerten wir vor Ort.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.