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Keramik, Majolika & Fayence im 8. Bezirk, 1080 Wien

Keramik in der Josefstadt: Ofenkacheln, Habaner Krüge, Volkskunst

Das Volkskundemuseum im Palais Schönborn ist die Wiener Vergleichssammlung für Volkskunst. Josefstädter Altbauten bewahren dazu Kachelöfen und Ofenzubehör.

Biedermeier- und Gründerzeithäuser in der Langen Gasse, der Piaristengasse und der Lenaugasse haben ihre Kachelöfen vielfach behalten. Bei Sanierungen fallen Ofentüren, Kacheln und Fliesen an, die gesammelt werden. In Wohnungen mit drei bis fünf Zimmern stehen außerdem Fayence- und Steingutgefäße, Majolika und bemalte Krüge, die über Generationen in derselben Familie blieben. Zur Sammeltradition im Umfeld des Volkskundemuseums gehört auch bäuerliche Keramik: Habaner Teller, Gmundner Geschirr, Hafnerware aus den Alpenländern.

Hildebrandts Palais Schönborn in der Laudongasse, erbaut 1706–1711, beherbergt das Österreichische Museum für Volkskunde; der Handel nutzt es als Vergleichssammlung für Volkskunst. Für Habaner Fayencen, Gmundner Geschirr und alpenländische Hafnerware liefert es Formen, Dekore und Datierungshilfen. Wie lange Gebrauchsgegenstände in Josefstädter Häusern im Einsatz blieben, zeigt die Alte Backstube, in der von 1701 bis 1963 Brot gebacken wurde. Habaner Ware stammt von täuferischen Werkstätten in Mähren und der Westslowakei.

Kacheln und Ofentüren aus einem Rückbau fotografieren Sie bitte vollständig, mit Rückseite und Maßen, denn ganze Sätze sind gefragter als einzelne Stücke. Viele Häuser haben keinen Lift; schwere Kachelbestände tragen wir in Kisten über die Stiege. Krüge und Teller verpacken wir einzeln. Die Besichtigung ist kostenlos. Wir machen ein Angebot und bezahlen bar oder per Überweisung.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Ofenkacheln, Ofentüren und Fliesen – Altbauwohnungen mit erhaltenen Kachelöfen
  • Habaner Teller und alpenländische Hafnerware – Sammeltradition im Umfeld des Volkskundemuseums
  • Fayence- und Steingutgefäße des Biedermeier – Bürgerhäuser in Langer Gasse und Piaristengasse

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

31

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Keramik, Majolika & Fayence

Kaufen Sie ganze Kachelöfen?

Ja, bei interessanten Öfen aus Historismus, Biedermeier oder Jugendstil und bei einzelnen alten Kacheln. Der Abbau verlangt Erfahrung, da die Kacheln einzeln gelöst und nummeriert werden müssen. Fest eingebaute Öfen in denkmalgeschützten Häusern brauchen eine Bewilligung.

Was sind Mettlacher Krüge?

Bierkrüge der Firma Villeroy & Boch aus Mettlach im Saarland, meist mit Zinndeckel und Reliefdekor oder farbig eingelegtem Dekor. Am Boden tragen sie den eingeprägten Turm der Alten Abtei, Modellnummern und oft eine zweistellige Jahreszahl.

Was ist der Unterschied zwischen Majolika und Fayence?

Beide sind Irdenware mit deckender, weißer Zinnglasur und Bemalung. Der Name Fayence leitet sich von der italienischen Stadt Faenza ab, Majolika von der Insel Mallorca, über die spanische Ware nach Italien kam. Im 19. Jahrhundert bezeichnete man auch farbig glasierte Reliefkeramik des Historismus als Majolika.

Wie erkenne ich eine Figur von Goldscheider?

Goldscheider-Figuren tragen meist eine eingeprägte oder gestempelte Firmenmarke, frühe Stücke oft „Reproduction réservée“, spätere „Goldscheider Wien“ und „Made in Austria“. Dazu kommen eingeprägte Modellnummern und Künstlersignaturen wie Dakon oder Lorenzl. Spätere Ausformungen aus den USA und England tragen eigene Marken.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.