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Keramik, Majolika & Fayence im 9. Bezirk, 1090 Wien

Keramik verkaufen am Alsergrund: Ohnsorg, Leherb, Porzellangasse

In der Porzellangasse 26 arbeitete ab 1955 der Keramiker Kurt Ohnsorg, an der Augasse schmückt seit 1982 eine Fayencewand Leherbs die Wirtschaftsuniversität.

Ordinationswohnungen der Gründerzeit an der Berggasse und der Währinger Straße, Biedermeierhäuser in Lichtental und am Himmelpfortgrund, Gemeindebauten an der Spittelau: Der Alsergrund mischt Bildungsbürgertum und Vorstadt. In Arzt- und Professorenhaushalten steht Keramik der Wiener Moderne neben Studiokeramik aus der Zeit nach 1945. Die Vorstadthäuser liefern Steingut, Krüge und Fayencen des 19. Jahrhunderts. Stammt ein Bestand aus einem Haushalt der Zeit vor 1938, steht die Herkunftsklärung vor dem Angebot.

Kurt Ohnsorg arbeitete ab 1955 in einer Werkstatt in der Porzellangasse 26, jener Gasse, die nach der ab 1718 in der Rossau tätigen Porzellanmanufaktur benannt ist; seine Gefäße und Objekte gehören zur österreichischen Keramik der Nachkriegsjahrzehnte. Die Fayencewand „Die Kontinente“ im Neubau der Wirtschaftsuniversität an der Augasse stammt von Leherb. Die Strudlhofstiege von Johann Theodor Jaeger (1910) vertritt im Bezirk den Jugendstil, aus dessen Jahren Majolikavasen und Fliesen stammen.

Lifte in Gründerzeithäusern an der Berggasse sind oft eng; Kisten passen hinein, große Bodenvasen tragen wir über die Stiege. Bitte fotografieren Sie Keramik mit Boden und Signatur; bei Studiokeramik ist die Ritzsignatur oft schwer lesbar, eine schräge Aufnahme hilft. Die Besichtigung ist kostenlos. Löst sich eine Ordination auf, sehen wir uns Praxis und Wohnung in einem Termin an. Wir zahlen bar oder per Überweisung.

Was in Alsergrund häufig auftaucht

  • Studiokeramik der Nachkriegszeit, darunter Arbeiten Kurt Ohnsorgs – Werkstatt in der Porzellangasse
  • Keramik der Wiener Moderne – Arzt- und Professorenhaushalte; Provenienz bei Erwerb vor 1945 wird geprüft
  • Steingut und Krüge des 19. Jahrhunderts – Vorstadthäuser in Lichtental und am Himmelpfortgrund

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 9. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

31

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Keramik, Majolika & Fayence

Kaufen Sie ganze Kachelöfen?

Ja, bei interessanten Öfen aus Historismus, Biedermeier oder Jugendstil und bei einzelnen alten Kacheln. Der Abbau verlangt Erfahrung, da die Kacheln einzeln gelöst und nummeriert werden müssen. Fest eingebaute Öfen in denkmalgeschützten Häusern brauchen eine Bewilligung.

Was sind Mettlacher Krüge?

Bierkrüge der Firma Villeroy & Boch aus Mettlach im Saarland, meist mit Zinndeckel und Reliefdekor oder farbig eingelegtem Dekor. Am Boden tragen sie den eingeprägten Turm der Alten Abtei, Modellnummern und oft eine zweistellige Jahreszahl.

Was ist der Unterschied zwischen Majolika und Fayence?

Beide sind Irdenware mit deckender, weißer Zinnglasur und Bemalung. Der Name Fayence leitet sich von der italienischen Stadt Faenza ab, Majolika von der Insel Mallorca, über die spanische Ware nach Italien kam. Im 19. Jahrhundert bezeichnete man auch farbig glasierte Reliefkeramik des Historismus als Majolika.

Wie erkenne ich eine Figur von Goldscheider?

Goldscheider-Figuren tragen meist eine eingeprägte oder gestempelte Firmenmarke, frühe Stücke oft „Reproduction réservée“, spätere „Goldscheider Wien“ und „Made in Austria“. Dazu kommen eingeprägte Modellnummern und Künstlersignaturen wie Dakon oder Lorenzl. Spätere Ausformungen aus den USA und England tragen eigene Marken.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.