Meiji-Zeit im 1. Bezirk, 1010 Wien
Meiji-Zeit in der Inneren Stadt: die MAK-Ankäufe von 1873
Das Museum für Kunst und Industrie kaufte auf der Weltausstellung 1873 japanische Objekte an – ein Grundstock der Meiji-Bestände des MAK am Stubenring.
Zehn Jahre nach seiner Gründung erwarb das Museum am Stubenring, damals Museum für Kunst und Industrie, auf der Weltausstellung 1873 japanische Keramik, Lack, Metallarbeiten und Textilien. Ab 1890 ernannte das japanische Kaiserhaus herausragende Künstler zu Hofkünstlern, den Teishitsu Gigeiin, deren Arbeiten ebenfalls in europäische Sammlungen gelangten. In der Inneren Stadt bilden das MAK am Stubenring und das Weltmuseum am Heldenplatz gemeinsam den Vergleichsbestand für japanische Kunst dieser Jahrzehnte, wenige Gehminuten von Hofburg und Ringstraßenpalais entfernt.
Typische Meiji-Objekte aus Wiener Wohnungen sind Cloisonné-Vasen, Satsuma-Keramik, Bronzen, Lackkästchen, Tauschierarbeiten, Okimono und Kakemono. Für die Einordnung vergleichen wir Signaturen, Technik und Dekor mit den Beständen des MAK. Stücke mit Hofkünstler-Signatur oder aus bekannten Werkstätten heben sich durch Präzision ab, Massenware zeigt grobe Stege und flüchtige Malerei. Arbeiten aus Elfenbein setzen die Nachweise nach VO (EU) 2021/2280 voraus, Schildpatt und Korallen die Artenschutzpapiere nach VO (EG) 338/97.
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