Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Keramik, Majolika & Fayence im 7. Bezirk, 1070 Wien

Keramik der Wiener Werkstätte und Studiokeramik aus Neubau

In der Neustiftgasse arbeitete ab 1903 die Wiener Werkstätte, im Hofmobiliendepot steht die Wiener Wohnung der Keramikerin Lucie Rie, eingerichtet von Ernst Plischke.

Werkstatttrakte mit hohen Fenstern am Schottenfeld, Biedermeierhäuser am Spittelberg und Gründerzeitwohnungen an der Kirchengasse und der Lindengasse: Seit den 1990er-Jahren leben und arbeiten hier Gestalter, Architekten und Kunsthandwerker. In ihren Haushalten und Nachlässen findet sich Keramik der Wiener Werkstätte neben Studiokeramik der Fünfzigerjahre und Designobjekten der Nachkriegszeit. Alteingesessene Familien bewahren außerdem Stücke, die über die lokalen Werkstätten ins Haus kamen.

Die Wiener Werkstätte arbeitete ab Herbst 1903 in der Neustiftgasse 32–34; zu ihrer Keramik trugen Entwerferinnen wie Vally Wieselthier, Susi Singer und Gudrun Baudisch bei. Lucie Rie, Schülerin Michael Powolnys an der Kunstgewerbeschule, ließ sich 1928 von Ernst Plischke eine Wiener Wohnung einrichten, die heute im Hofmobiliendepot gezeigt wird; 1938 emigrierte sie nach London. Für das Design der Fünfzigerjahre steht im Bezirk die Werkstätte Carl Auböcks in der Bernardgasse. Am Spittelberg verkaufen Kunsthandwerker zur Weihnachtszeit Keramik, Glas und Schmuck.

Atelierhaushalte enthalten oft Werkstattbestände: unglasierte Rohlinge, Glasurproben, Gipsformen. Auch solche Stücke prüfen wir beim kostenlosen Termin, weil sie Zuschreibungen belegen können. Für die Vorbereitung genügen Fotos von Form, Glasur und Boden mit Monogramm oder Ritzzeichen. In Biedermeierhäusern am Spittelberg sind die Stiegen schmal, wir verpacken deshalb in der Wohnung. Bezahlt wird bar oder per Überweisung.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Keramik der Wiener Werkstätte mit WW-Marke und Künstlerinnenmonogramm – Werkstätten in der Neustiftgasse
  • Studiokeramik der Wiener Emigration und der Fünfzigerjahre – Atelier- und Designhaushalte im Bezirk
  • Werkstattbestände wie Gipsformen und Glasurproben – Nachlässe von Kunsthandwerkern in Gewerbehöfen

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

35

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

31

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Keramik, Majolika & Fayence

Woran erkenne ich eine echte Picasso-Keramik?

Die Editionskeramiken der Werkstatt Madoura in Vallauris tragen Stempel wie „Madoura Plein Feu“, „Edition Picasso“ oder „Empreinte originale de Picasso“, oft mit Auflagennummer. Das Werkverzeichnis von Alain Ramié dient zum Vergleich von Modell und Auflage.

Kaufen Sie ganze Kachelöfen?

Ja, bei interessanten Öfen aus Historismus, Biedermeier oder Jugendstil und bei einzelnen alten Kacheln. Der Abbau verlangt Erfahrung, da die Kacheln einzeln gelöst und nummeriert werden müssen. Fest eingebaute Öfen in denkmalgeschützten Häusern brauchen eine Bewilligung.

Was sind Mettlacher Krüge?

Bierkrüge der Firma Villeroy & Boch aus Mettlach im Saarland, meist mit Zinndeckel und Reliefdekor oder farbig eingelegtem Dekor. Am Boden tragen sie den eingeprägten Turm der Alten Abtei, Modellnummern und oft eine zweistellige Jahreszahl.

Was ist der Unterschied zwischen Majolika und Fayence?

Beide sind Irdenware mit deckender, weißer Zinnglasur und Bemalung. Der Name Fayence leitet sich von der italienischen Stadt Faenza ab, Majolika von der Insel Mallorca, über die spanische Ware nach Italien kam. Im 19. Jahrhundert bezeichnete man auch farbig glasierte Reliefkeramik des Historismus als Majolika.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.