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Textilien, Stickerei & Spitze im 1. Bezirk, 1010 Wien

Textilien aus der Inneren Stadt: Spitze, Damast und Wiener Werkstätte

Rund um Rudolfsplatz und Salzgries saßen bis 1938 die Textilkontore, an Graben und Kärntner Straße lagen die Verkaufsräume der Wiener Werkstätte.

In den Beletagen der Ringstraßenzone gehörten zu einem Speisezimmer Damasttischtücher für große Tafeln, Serviettensätze mit eingesticktem Monogramm und Vorhänge, die auf vier Meter Raumhöhe zugeschnitten waren. Solche Bestände liegen oft noch gebügelt in den Wäschekästen. Dazu kommen Abendtaschen in Wiener Petit Point und Spitzenkragen, wie man sie zu Abenden in Staatsoper und Musikverein trug, sowie seidene Möbelbezüge, die beim Neubezug der Fauteuils aufgehoben wurden.

Der Name des Haas-Hauses am Stephansplatz geht auf das Geschäftshaus zurück, das die Weberei Philipp Haas & Söhne 1866–1868 am Stock-im-Eisen-Platz errichten ließ; Hans Holleins Neubau folgte 1990. Ab 1907 hatte die Wiener Werkstätte ein Geschäft am Graben; im Stiegenaufgang ihrer Textilabteilung, Kärntner Straße 32, malte Lotte Calm 1918 die Wandbilder. Eduard Josef Wimmer-Wisgrill entwarf 1907 die Kostüme für das Kabarett Fledermaus, und zum Archiv der Werkstätte im MAK gehören auch ihre Stoffproben.

Bitte waschen oder bügeln Sie alte Spitze und Seide vor der Besichtigung nicht; ein Foto gegen das Licht und eines der Rückseite zeigt uns Technik und Zustand besser. Webkanten mit Schriftzug oder Musternummer fotografieren Sie gesondert. Musterbücher und Stoffbestände aus früheren Kontoren des Textilviertels prüfen wir auf ihre Geschichte vor und nach 1938. Die Besichtigung kostet nichts, auch wenn nur ein Wäschekasten zu sichten ist.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Damast-Tischwäsche und Serviettensätze mit Monogramm – Speisezimmer der Ringstraßenwohnungen
  • Stoffe und Stoffmuster der Wiener Werkstätte – Verkaufslokal am Graben und Textilabteilung in der Kärntner Straße
  • Möbelstoffe von Backhausen und Philipp Haas & Söhne – Verkaufsräume und Geschäftshaus im Bezirk
  • Abendtaschen in Wiener Petit Point – Opern- und Konzertgarderoben großbürgerlicher Haushalte

Mit Bezug zu Innere Stadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

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Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Textilien, Stickerei & Spitze

Wie lagere ich alte Textilien bis zur Besichtigung?

Dunkel, trocken und luftig, am besten in säurefreiem Seidenpapier. Plastiksäcke fördern Stockflecken, Falten an immer derselben Stelle führen zu Brüchen.

Soll ich alte Wäsche und Spitze vor dem Verkauf waschen?

Nein. Waschen, Bleichen und Stärken kann alte Fasern beschädigen und Flecken fixieren. Wir bewerten Textilien in ihrem aktuellen Zustand.

Woran erkenne ich handgeklöppelte Spitze?

Mit einer Lupe sieht man verflochtene Fadenpaare und kleine Unregelmäßigkeiten. Maschinenspitze ist völlig gleichmäßig und hat oft einen Tüllgrund aus sechseckigen Maschen.

Kaufen Sie auch einfache Bettwäsche und Tischtücher?

Ja, im Konvolut. Leinenwäsche mit Handstickerei, Damastsätze in voller Zahl und Aussteuerwäsche in gutem Zustand bewerten wir einzeln, einfache Baumwollwäsche gemeinsam.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.