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Keramik, Majolika & Fayence im 10. Bezirk, 1100 Wien

Keramik und Ziegel aus Favoriten: Wienerberg, Amalienbad, Siedlung

Am Wienerberg begann 1819 die Geschichte von Wienerberger; Ziegel mit dem Stempel „HD“ sind heute ein Sammelgebiet. Im Amalienbad glänzt Fliesendekor des Art déco.

Von den Gründerzeithäusern rund um den Viktor-Adler-Markt über die großen Gemeindebauten bis zu den Siedlungshäusern in Oberlaa und Unterlaa: Favoritner Haushalte bewahren Keramik vor allem als Gebrauchsgut. Typisch sind Vasen und Schalen der Fünfziger- bis Siebzigerjahre, Gmundner Geschirr, Blumentöpfe aus Majolika und Wandteller als Andenken. Aus Böhmen stammt die Jugendstilkeramik aus Turn-Teplitz, die auf dem Wiener Markt häufig ist. Bei Abbrüchen von Gründerzeithäusern tauchen außerdem gestempelte Ziegel auf.

Wienerberger geht auf Ziegelwerke am Wienerberg zurück, die 1819 begannen. Ziegel mit dem Stempel „HD“ für Heinrich Drasche stammen aus diesen Werken und werden als eigenes Sammelgebiet dokumentiert und gehandelt. Victor Adlers Reportage von 1888 über die „Ziegelböhm“ beschreibt die Arbeitsbedingungen hinter diesem Material. Das Amalienbad am Reumannplatz von Otto Nadel und Karl Schmalhofer (1923–1926) zeigt Fliesen- und Glasdekor im Stil des Art déco, die Per-Albin-Hansson-Siedlung ab 1947 die Nachkriegsmoderne.

Gestempelte Ziegel aus einem Abbruch fotografieren Sie bitte mit dem Stempel nach oben und notieren die Anzahl; bei Sammlerstücken zählen Lesbarkeit und Kantenzustand. Vasen und Teller aus Gemeindebauwohnungen begutachten wir beim kostenlosen Termin zusammen mit dem übrigen Hausrat. In Siedlungshäusern prüfen wir auch Keller und Gartenhütte. Ihr Geld erhalten Sie bar oder per Überweisung.

Was in Favoriten häufig auftaucht

  • Ziegel mit Herstellerstempeln wie „HD“ – Wienerberger Werke am Wienerberg, Abbruchmaterial aus Gründerzeithäusern
  • Vasen, Schalen und Wandteller der Fünfziger- bis Siebzigerjahre – Erstausstattung in Gemeindebauten und Siedlungen
  • Jugendstilvasen aus Turn-Teplitz – böhmische Produktion, auf dem Wiener Markt häufig

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 10. Bezirk.

Künstler

35

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

31

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Keramik, Majolika & Fayence

Was ist der Unterschied zwischen Majolika und Fayence?

Beide sind Irdenware mit deckender, weißer Zinnglasur und Bemalung. Der Name Fayence leitet sich von der italienischen Stadt Faenza ab, Majolika von der Insel Mallorca, über die spanische Ware nach Italien kam. Im 19. Jahrhundert bezeichnete man auch farbig glasierte Reliefkeramik des Historismus als Majolika.

Wie erkenne ich eine Figur von Goldscheider?

Goldscheider-Figuren tragen meist eine eingeprägte oder gestempelte Firmenmarke, frühe Stücke oft „Reproduction réservée“, spätere „Goldscheider Wien“ und „Made in Austria“. Dazu kommen eingeprägte Modellnummern und Künstlersignaturen wie Dakon oder Lorenzl. Spätere Ausformungen aus den USA und England tragen eigene Marken.

Ist Gmundner Keramik gefragt?

Älteres Gmundner Geschirr mit grüngeflammtem Dekor, Arbeiten der Vereinigten Wiener und Gmundner Keramik und Keramik von Schleiss sind gesucht. Neuere Gebrauchsware ist häufig und wird nach Menge und Zustand bewertet.

Kaufen Sie auch beschädigte Keramik?

Bei alten Fayencen, seltenen Figuren und Arbeiten bekannter Künstler ja, auch mit Schäden und Restaurierungen. Bei Gebrauchskeramik mindern Chips und Risse den Wert erheblich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.