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Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst im 1. Bezirk, 1010 Wien

Zinn, Messing und Eisenkunst verkaufen in der Inneren Stadt

Molls Zinnsarkophage in der Kapuzinergruft, Donners Bleifiguren vom Neuen Markt, das Verkaufslokal der Wiener Werkstätte am Graben: Die Innere Stadt ist ein Lehrbuch der Metallkunst.

Beletagen der Ringstraßenpalais und barocke Bürgerhäuser um Freyung und Am Hof wurden über Generationen eingerichtet und selten ausgeräumt. In ihren Speisezimmern stehen Leuchter aus Messing und Zinn, in den Küchen hängt mitunter noch Kupfergeschirr, auf Kredenzen liegen Tafelgerät aus Alpacca von Berndorf und Schalen der Wiener Moderne. Aus Kanzleien kommen Schreibtischgarnituren, Briefbeschwerer und Kassetten aus Eisen. Weil die Wohnungen hoch und die Stiegen eng sind, blieb Schweres oft dort, wo es einmal aufgestellt wurde.

Georg Raphael Donner goss die Figuren des Providentiabrunnens am Neuen Markt 1737–1739 in Blei, Balthasar Ferdinand Moll schuf die Sarkophage der Kapuzinergruft aus Zinnlegierung, darunter den Doppelsarkophag Maria Theresias. Über Olbrichs Secession wölbt sich eine vergoldete Laubkuppel aus Metall. Für das Kabarett Fledermaus lieferte die Wiener Werkstätte 1907 die Ausstattung nach Josef Hoffmann, ihr Verkaufslokal am Graben öffnete im gleichen Jahr. Vom Steyrer Stahlschneider Michael Blümelhuber stammt ein Reliquienkreuz des Stephansdoms aus dem Jahr 1927.

Messing und Zinn bitte nicht polieren: Patina und alte Oberflächen sind für Sammler Teil des Werts, Putzmittel zerstören sie. Fotografieren Sie Marken und Stempel auf der Unterseite – Meistermarken bei Zinn, „WW“ und Monogramme bei Arbeiten der Wiener Werkstätte. In der Fußgängerzone stimmen wir Ladezeit und Zufahrt ab, schwere Stücke tragen wir über die Stiege. Die Ersteinschätzung erfolgt per Foto, die Besichtigung ist kostenlos.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Messing- und Metallarbeiten der Wiener Werkstätte – Verkaufslokal am Graben ab 1907, Kundenkreis im Großbürgertum.
  • Tafelgerät aus Alpacca und versilbertem Metall – Speisezimmer der Ringstraßenwohnungen.
  • Leuchter aus Messing und Zinn – Salons und Speisezimmer in Palais und Bürgerhäusern.
  • Schreibtischgarnituren und eiserne Kassetten – Kanzleien und Ordinationen der Ringstraßenzone.

Mit Bezug zu Innere Stadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

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Manufakturen & Marken

17

Epochen & Stile

22

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst

Kaufen Sie alte Tresore und Kassen?

Ja, Eisentruhen, Kriegskassen, Kassetten und historische Tresore, etwa von Wertheim. Schwere Tresore erfordern einen Spezialtransport, den wir organisieren. Fehlende Schlüssel sind kein Hindernis für die Bewertung.

Sind Zinkgussfiguren etwas wert?

Figuren aus Zinkguss des 19. Jahrhunderts haben einen kleineren Markt als Bronzen, sind aber in guter Qualität und mit originaler Patinierung gefragt. Bruchstellen lassen sich schwer reparieren und mindern den Wert stärker als bei Bronze.

Hat altes Zinn noch einen Wert?

Gemarktes Zinn des 17. bis 19. Jahrhunderts, Zunftkannen, Edelzinn und Jugendstilzinn sind gesucht. Zinnteller und Krüge aus Souvenirproduktion des 20. Jahrhunderts haben dagegen meist nur geringen Wert. Fotos der Marken ermöglichen eine schnelle Unterscheidung.

Soll ich Messing und Kupfer vor dem Verkauf putzen?

Bitte nicht. Die Patina gehört zum Objekt, und Putzmittel hinterlassen Schlieren, Kratzer und abgeriebene Details. Sammler bevorzugen ungeputzte Stücke.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.