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Dosen, Miniaturen & Objets de vertu im 1. Bezirk, 1010 Wien

Dosen, Miniaturen und Objets de vertu aus der Inneren Stadt verkaufen

Gegenüber der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums stehen in Ringstraßenwohnungen Vitrinen, deren Inhalt im Kleinen dieselbe Tradition fortsetzt: Tabatièren, Email, Elfenbein, Ballspenden.

Hohe Räume mit Flügeltüren verlangten nach Vitrinen, und in den Beletagen zwischen Ring und Stephansdom stehen sie bis heute, gefüllt von Generationen: Golddosen mit Emailmalerei, silberne Tabatièren mit Wiener Punzen, Porträtminiaturen in Lederetuis, Riechfläschchen, Fächer aus Perlmutt. In den Schreibtischladen der Herrenzimmer liegen Petschafte und Siegel, in Kassetten Damenspenden von Bällen in Staatsoper und Musikverein. Viele Stücke tragen noch das Etui eines Juweliers vom Graben oder Kohlmarkt.

Wie die Habsburger sammelten, zeigt die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums: Bergkristallgefäße, Nautiluspokale, Elfenbeinarbeiten wie Matthias Steinls Reiterstatuetten. Aus der Werkstatt von A. E. Köchert am Neuen Markt, einst Hof-Juwelier, kommen neben Schmuck auch Dosen und Etuis in Wiener Vitrinen vor; am Graben bot die Wiener Werkstätte ab 1907 Silberdosen nach Entwürfen Josef Hoffmanns an. Für Wiener Email des Historismus, für Empire und Biedermeier bietet das MAK am Stubenring Vergleichsstücke.

Öffnen Sie Golddosen bitte nicht mit Werkzeug, das Scharnier ist der empfindlichste Teil. Für die Ersteinschätzung genügen Fotos von Deckel, Boden, Punzen und dem geöffneten Inneren. Bei Elfenbein, etwa an Miniaturen oder Kleinplastik, gilt seit Jänner 2022 die strengere EU-Regelung; wir klären die Nachweise vorab. Liegt die Wohnung im autofreien Kern um Graben und Kohlmarkt, bringen wir Verpackungsmaterial mit und tragen alles selbst zum Wagen.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Golddosen und Tabatièren mit Email – Vitrinen großbürgerlicher Ringstraßenhaushalte.
  • Damenspenden und Tanzordnungen – Bälle in Staatsoper, Musikverein und Hofburg.
  • Dosen und Etuis von A. E. Köchert und der Wiener Werkstätte – Geschäfte am Neuen Markt und am Graben.
  • Wiener Email des Historismus – Vergleichsbestand im MAK am Stubenring.

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Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Fragen zu Dosen, Miniaturen & Objets de vertu

Woran erkenne ich eine gedruckte Miniatur?

Unter einer Lupe zeigt ein Druck ein gleichmäßiges Punktraster, eine gemalte Miniatur dagegen Pinselstriche und Punktierung in unterschiedlicher Dichte. Gedruckte Stücke sitzen oft hinter gewölbtem Glas in Messingrahmen mit Fadenkranz.

Haben Wiener Ballspenden einen Wert?

Ja, besonders Damenspenden aus der Zeit um 1900 mit Entwürfen der Wiener Werkstätte oder bekannter Firmen. Vollständige Spenden mit Tanzordnung, Bleistift und Etui sind gefragter als lose Einbände. Sammlungen mehrerer Jahrgänge bewerten wir gemeinsam.

Ist mein Fabergé-Stück echt?

Fabergé gehört zu den meistgefälschten Namen. Echtheit zeigen Punzen, Arbeitsmeister, Qualität von Email und Steinschnitt und eine nachvollziehbare Herkunft. Wir prüfen das am Objekt und sagen Ihnen offen, wenn ein Stück eine spätere Nachahmung ist.

Kaufen Sie Dosen und Fächer aus Schildpatt?

Nur mit artenschutzrechtlichen Nachweisen, da die Karettschildkröte in CITES-Anhang I steht. Vieles, was nach Schildpatt aussieht, ist Horn oder Celluloid; das prüfen wir vorab.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.