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Material: Keramik & Porzellan

Fayence

Irdenware mit deckender weißer Zinnglasur und Bemalung, benannt nach Faenza, verbreitet in Delft, Holitsch und bei den Habanern.

Fayence ist poröse Irdenware, deren rötlicher oder gelblicher Scherben mit einer deckenden weißen Zinnglasur überzogen und bemalt wird. Der Name geht auf die italienische Stadt Faenza zurück. Im 17. Jahrhundert wurde Delft zum Zentrum der europäischen Fayence, die chinesisches Porzellan nachahmte. In Mitteleuropa arbeiteten die Habaner in Mähren und der Slowakei, 1743 entstand die Fayencemanufaktur Holitsch. Die Gmundner Keramik mit grün geflammtem Dekor steht in derselben Tradition der zinnglasierten Irdenware.

An Abplatzungen am Rand zeigt sich der farbige, poröse Scherben unter der weißen Glasur. Die Bemalung liegt in der Glasur, Farben sind leicht verlaufen und matt glänzend. Typisch sind Blau, Mangan, Grün, Gelb und Rot. Die Glasur bildet an Kanten feine Abplatzungen. Marken sind gemalt, oft mit Buchstaben oder Zeichen der Manufaktur. Fayence ist schwerer als Porzellan gleicher Größe und nicht durchscheinend.

Datierte Habaner Fayencen, Arbeiten aus Holitsch und Delfter Ware des 17. und 18. Jahrhunderts sind gesucht. Nachahmungen des 19. und 20. Jahrhunderts imitieren Marken und Dekore, zeigen aber oft hellere Scherben und härtere Glasuren. Mit Kunstharz restaurierte Abplatzungen sind unter UV-Licht erkennbar.

So prüfen Sie es

  • weiße, deckende Zinnglasur
  • farbiger, poröser Scherben an Abplatzungen
  • in die Glasur eingeschmolzene Bemalung
  • gemalte Manufakturzeichen
  • nicht durchscheinend

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.