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Material: Punzen & Marken

Minerva-Punze

Französische Silberpunze seit 1838: Kopf der Minerva mit Ziffer 1 für 950 oder 2 für 800 Tausendteile.

Frankreich ordnete die Edelmetallprüfung 1838 neu und führte für Silber den Kopf der Göttin Minerva mit Helm ein. Die Ziffer 1 kennzeichnet den ersten Feingehalt von 950, die Ziffer 2 den zweiten von 800 Tausendteilen. Für kleine Silbergegenstände nutzte Paris den Wildschweinkopf, die Provinz einen Krebs. Gold mit 750 Tausendteilen trägt den Adlerkopf. Die Minerva-Punze begleitet französisches Tafelsilber, Besteck und Dosen vom Louis-Philippe-Stil bis ins 20. Jahrhundert.

Neben der Minerva steht die Meistermarke in Rautenform mit Initialen und einem Symbol. Bei versilberter Ware verwendeten Firmen wie Christofle quadratische oder rechteckige Zeichen, nie die Raute. Die Minerva ist klein; unter der Lupe erkennt man Helm und Ziffer im Feld. Mehrteilige Stücke tragen die Punze an jedem Teil, Besteck meist am Stielende. Abgenutzte Marken lassen sich über die Form der Umrandung oft noch zuordnen.

Französisches 950er Silber wird nach Gewicht, Hersteller und Ensemble bewertet; Häuser wie Puiforcat finden Sammler. Die Kombination aus Raute und Minerva schließt Versilberung aus, eine quadratische Marke ohne Minerva weist auf versilberte Ware. Fehlt neben der Minerva die Rautenmarke, sollte das Stück genauer geprüft werden.

So prüfen Sie es

  • Minervakopf mit Helm
  • Ziffer 1 für 950, 2 für 800
  • rautenförmige Meistermarke
  • Wildschweinkopf oder Krebs bei Kleinsilber
  • Adlerkopf bei 750er Gold

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.