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Antiquitäten Wien

Silber & Tafelsilber

Barocksilber

Silber des 17. und 18. Jahrhunderts aus Wien, Augsburg und Nürnberg, selten erhalten wegen der Silberablieferungen der napoleonischen Zeit.

Barocksilber ist in Österreich selten, denn während der napoleonischen Kriege musste Silbergerät an den Staat abgeliefert oder gegen eine Abgabe behalten werden; erhaltene Stücke tragen oft Fiskal- oder Taxstempel. Wiener Barocksilber zeigt die Stadtmarke mit Jahreszahl und das Meisterzeichen, Augsburger Silber die Zirbelnuss als Beschauzeichen, Nürnberger Silber ein N. Typisch sind Becher, Deckelpokale, Leuchter, Platten, Löffel, Toilettegegenstände und liturgisches Gerät mit getriebenen Blüten, Akanthus und Bandelwerk, oft vergoldet. Augsburg war im 17. und 18. Jahrhundert das führende Zentrum der deutschen Goldschmiedekunst.

Barocksilber mit klaren Punzen ist gesucht und wird international gehandelt. Herkunft, Meister, Alter, Ausführung und Vergoldung sind die wichtigsten Kriterien. Abgenutzte Punzen, Reparaturen, spätere Ergänzungen und nachträgliche Treibarbeit mindern. Im Historismus entstanden zahlreiche Nachahmungen barocker Silberarbeiten, teils mit gefälschten Punzen. Bei liturgischem Gerät und Stücken mit Wappen wird die Herkunft geprüft. Literatur zu Meisterzeichen erlaubt die Zuordnung zu einzelnen Goldschmieden. Eine Prüfung im Original ist bei Barocksilber unerlässlich.

Woran man es erkennt

  • Fiskal- und Taxstempel
  • Zirbelnuss für Augsburg
  • Getriebenes Bandelwerk
  • Nachahmungen des Historismus

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.