Manufaktur: Silber & Metall
J. C. Klinkosch
Wien, Mitte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
Wiener k. k. Hof-Silberwarenfabrik von Josef Carl Klinkosch; Tafelsilber, Besteck und Prunkstücke des Historismus mit Meisterzeichen JCK.
Josef Carl Klinkosch (1822–1888) arbeitete zunächst in Partnerschaft mit Stephan Mayerhofer und führte danach eine eigene Silberwarenfabrik in Wien. Als k. k. Hof-Silberwarenfabrikant lieferte er Tafelsilber und Geschenke an den Kaiserhof und den Adel. Auf der Wiener Weltausstellung 1873 und weiteren internationalen Ausstellungen zeigte die Firma Prunkstücke. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen unter seinem Namen bis ins 20. Jahrhundert weitergeführt und zählte zu den angesehensten Silberbetrieben der Stadt.
Die Werkstatt fertigte Tafelaufsätze, Kandelaber, Terrinen, Teeservice, Besteckgarnituren in Kassetten, Pokale und Ehrengeschenke im Stil des Historismus, oft mit Renaissance- und Barockornamenten, Treibarbeit und Gravur. Für Adelshäuser entstanden ganze Tafelservice mit Wappen. Um 1900 kamen ruhigere Formen hinzu. Besteck von Klinkosch begegnet häufig in Wiener Verlassenschaften, Prunkstücke seltener. Die Ausführung zeichnet sich durch gleichmäßige Wandstärken, präzise Lötstellen und sauber ziselierte Ornamente aus.
Die Stücke tragen das Meisterzeichen „JCK“ in einem Rechteck oder den Namensstempel „J. C. Klinkosch“, mitunter mit dem Doppeladler als Zeichen des Hoflieferanten. Dazu kommen die Wiener Feingehaltspunzen: bis 1866 die Stadtmarke mit Jahreszahl und Lötigkeit, danach der Dianakopf mit Feingehaltsziffer und dem Amtsbuchstaben A für Wien. Die Kombination aus Meisterzeichen und Punzen erlaubt eine Datierung. Gravuren von Monogrammen und Wappen geben Hinweise auf frühere Besitzer.
Entwerfer & Personen
- Josef Carl Klinkosch
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- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
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- Liberty & Co.seit 1875
- Mayerhofer & KlinkoschMitte 19. Jahrhundert
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