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Antiquitäten Wien

Silber & Tafelsilber im 4. Bezirk, 1040 Wien

Silber verkaufen auf der Wieden: Heumühlgasse, Karlsplatz

Die Wiener Werkstätte hat ihre Anfänge in der Heumühlgasse auf der Wieden. Große Gründerzeitwohnungen um die Argentinierstraße bewahren bis heute Silberkästen und Tafelaufsätze.

Die großen Gründerzeitwohnungen zwischen Argentinierstraße und Schwindgasse, viele davon weit über 100 Quadratmeter, besaßen ein eigenes Speisezimmer, oft mit Dienstbotenzimmer daneben. Dort lagerten Silberkästen mit Besteck für zwölf Personen, Tafelaufsätze, Jardinieren und Kandelaber, die nur zu Festen auf den Tisch kamen. Aus den Vorstadthäusern der Mühlgasse und Paulanergasse, gebaut zwischen etwa 1820 und 1840, kommen kleinere, schlichtere Stücke: Becher, Zuckerdosen, Milchkännchen. Im Freihausviertel, nach 1945 neu bebaut, überwiegt Silber der Nachkriegsjahrzehnte.

Ab Mai 1903 entstanden die ersten Arbeiten der Wiener Werkstätte in Räumen an der Heumühlgasse, ehe sie in die Neustiftgasse übersiedelte. Koloman Mosers Vater war am Theresianum beschäftigt, wo der spätere Entwerfer aufwuchs. Prunkvolle Raumausstattungen nach dem Vorbild von Makarts Atelier in der Gußhausstraße kamen im späten 19. Jahrhundert in Mode, und zu ihnen Prunkgerät und Tafelaufsätze des Historismus gehörten. Das Wien Museum am Karlsplatz zeigt Biedermeier-Interieurs, an denen sich Formen und Größen vergleichen lassen.

Im Dienstbotenzimmer stehen Silberkästen oft unter anderen Kisten; nennen Sie uns, was Sie dort vermuten, wir planen die Besichtigung entsprechend. Bei Besteck zählen wir die Teile und trennen Silber von versilberten Ergänzungen, die später dazugekauft wurden. Achten Sie beim Fotografieren auf den Dianakopf mit dem Buchstaben A für das Wiener Punzierungsamt, der von 1872 bis 1922 verwendet wurde, und auf die Ziffer daneben, die den Feingehalt angibt.

Was in Wieden häufig auftaucht

  • Silberkästen, Tafelaufsätze und Kandelaber – Speisezimmer großer Gründerzeitwohnungen um Argentinierstraße und Prinz-Eugen-Straße.
  • Biedermeiersilber wie Becher und Zuckerdosen – Vorstadthäuser der Zeit um 1820 bis 1840 in Mühlgasse und Paulanergasse.
  • Prunkgerät des Historismus – Makart-Zeit und großbürgerliche Wohnungen der Gründerzeit.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 4. Bezirk.

Künstler

16

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

34

Fragen zu Silber & Tafelsilber

Was ist ein gefüllter Leuchter?

Bei gefüllten Leuchtern ist der Fuß aus dünnem Silberblech mit Kitt, Pech oder Gips beschwert. Das Gesamtgewicht täuscht daher über den Silberanteil; bewertet werden Ausführung und das geschätzte Silbergewicht.

Mindern Monogramme den Wert?

Einfache Monogramme mindern meist nur leicht, weggeschliffene Gravuren dagegen stärker, weil die Wandung dünner wird. Wappen bekannter Familien und Widmungen mit Bezug zur Geschichte können das Interesse sogar erhöhen.

Was bedeutet die Zahl 800 auf meinem Besteck?

Sie gibt den Feingehalt an: 800 von 1000 Teilen sind reines Silber. 800 war um 1900 der übliche Feingehalt für deutsches und österreichisches Tafelsilber, 925 ist Sterlingsilber. Steht nur eine Zahl wie 90 oder 100 neben einer Firmenmarke, handelt es sich meist um versilberte Ware.

Was ist der Dianakopf?

Die Silberpunze Österreich-Ungarns von 1872 bis 1922 zeigt den Kopf der Jagdgöttin Diana mit einer Ziffer für den Feingehalt: 1 für 950, 2 für 900, 3 für 800 und 4 für 750 Tausendteile. Ein zusätzlicher Buchstabe nennt das Punzierungsamt, A steht für Wien.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.