Material: Edelmetalle
13-lötiges Silber
Silber mit 13 von 16 Lot Feingehalt, also 812,5 Tausendteilen – die typische Legierung des Wiener Silbers vor 1866.
Im Lot-System wird der Feingehalt in Sechzehnteln angegeben. 13-lötiges Silber enthält 13 Lot Feinsilber auf 16 Lot Gesamtgewicht, das sind 812,5 Tausendteile. In Wien und den österreichischen Erblanden war 13 Lot bis zur Umstellung auf das Tausendteilsystem 1866 der übliche Feingehalt für Tafelsilber, Becher, Kannen, Leuchter und Besteck. Ein großer Teil des erhaltenen Wiener Silbers aus Empire, Biedermeier und Vormärz trägt diese Angabe.
Die Zahl „13“ steht im Wiener Beschauzeichen neben der Jahreszahl; daneben findet sich die Meistermarke mit Initialen. Unter der Lupe lassen sich Ziffern und Jahreszahl auch auf abgenutzten Stücken oft noch lesen. Die Silberprüflösung reagiert ähnlich wie bei 800er Silber. Abgegriffene Punzen an Löffelstielen und Becherböden sind normal; scharf und tief wirkende Stempel auf sonst stark gebrauchten Stücken verdienen eine genauere Prüfung.
Datierte Wiener Stücke mit lesbarer Meistermarke werden als Objekte bewertet, nicht nach Gewicht. Glatte Biedermeierformen, Originalvergoldung, Gravuren der Zeit und vollständige Garnituren steigern das Interesse. 12-lötiges Silber enthält mit 750 Tausendteilen weniger Feinsilber und ist deshalb nicht gleichwertig. Gewichtsverluste durch jahrzehntelanges Polieren sind bei Wiener Silber dieser Zeit üblich.
So prüfen Sie es
- Zahl „13“ im Wiener Beschauzeichen
- Jahreszahl vor 1866
- Meistermarke mit Initialen
- glatte Biedermeierformen
- rötliche Reaktion der Silberprüflösung
13-lötiges Silber verkaufen: in allen 23 Bezirken
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