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Material: Edelmetalle

Vermeil

Vergoldetes Silber, historisch feuervergoldet, verwendet für Becher, Pokale, Besteck und Schmuck mit Silberpunzen unter der Goldschicht.

Vermeil ist der französische Ausdruck für vergoldetes Silber. Bis ins 19. Jahrhundert geschah die Vergoldung im Feuer mit Gold-Quecksilber-Amalgam, danach galvanisch. Goldschmiede vergoldeten Pokale, Prunkbecher, Kirchengerät und Dosen ganz oder teilweise; Eierbecher, Salzgefäße und Becher erhielten eine Innenvergoldung, weil Schwefel und Salz das Silber sonst schwärzen. In den USA ist der Begriff gesetzlich an Sterlingsilber mit mindestens 2,5 Mikrometern Gold von wenigstens 10 Karat gebunden.

Die Punzen beziehen sich auf das Silber: „925“, „800“, Dianakopf oder Beschauzeichen, keine Goldstempel. An abgenutzten Stellen erscheint weißes Silber, nicht das gelbe Messing einer vergoldeten Kupferlegierung. Teilvergoldung an Rändern und Reliefs heißt partielle Vergoldung. Die Silberprüflösung an einer verdeckten, berührten Stelle bestätigt den Kern. Ein Magnet reagiert weder auf Silber noch auf die Goldschicht. Gravuren und Punzen bleiben unter der dünnen Goldschicht deutlich sichtbar.

Vermeil wird nach Silbergewicht und vor allem nach Herkunft, Alter und Ausführung bewertet; die Goldschicht trägt zum Materialwert kaum bei. Häufige Verwechslung: Vergoldetes Silber wird für massives Gold gehalten. Feuervergoldete Stücke zeigen einen warmen, tiefen Goldton, galvanische einen gleichmäßigeren, kühleren.

So prüfen Sie es

  • Silberpunzen trotz Goldfarbe
  • weißes Silber an abgenutzten Stellen
  • Innenvergoldung bei Bechern und Eierbechern
  • partielle Vergoldung an Rändern
  • warmer Ton bei Feuervergoldung

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.