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Material: Punzen & Marken

Amtsbuchstabe A

Buchstabe in den Feingehaltspunzen der Monarchie, der das Wiener Punzierungsamt als prüfende Stelle ausweist.

In den Punzen der Monarchie nach 1866 kennzeichnet ein Buchstabe das Amt, das ein Stück geprüft und punziert hat. Das A steht für Wien; andere Ämter der Monarchie führten eigene Buchstaben. Damit lässt sich bei Silber und Gold aus der Zeit zwischen 1866 und 1922 der Prüfort bestimmen. Wien war Sitz zahlreicher Gold- und Silberschmiede, Silberwarenfabriken und Juweliere, deren Arbeiten fast durchwegs das A tragen.

Der Buchstabe ist winzig und auf abgenutzten Stücken oft nur unter der Lupe lesbar. Er erscheint innerhalb der Punze zusammen mit Feingehaltsziffer und Bildzeichen, nie allein. Ein einzelnes A ohne Punzenbild ist meist Teil einer Meistermarke oder eines Firmenzeichens. Streiflicht von der Seite macht flach geschlagene Buchstaben sichtbar; ein Foto mit Makroobjektiv hilft bei der Ersteinschätzung aus der Ferne. Auf Ringen sitzt der Buchstabe meist an der Schiene.

Das A belegt den Prüfort Wien, nicht zwingend die Werkstatt: Stücke wurden dort geprüft, wo der Hersteller sie zur Punzierung einreichte. Für Sammler Wiener Silbers ist der Buchstabe ein wichtiges Indiz, besonders in Verbindung mit einer bekannten Wiener Meistermarke und dem Dianakopf.

So prüfen Sie es

  • Buchstabe innerhalb der Punze
  • Kombination mit Ziffer und Bildzeichen
  • Zeitraum 1866 bis 1922
  • Lesbarkeit unter Lupe und Streiflicht
  • Wiener Meistermarke daneben

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.