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Antiquitäten Wien

Silber & Tafelsilber im 8. Bezirk, 1080 Wien

Familiensilber aus der Josefstadt: Biedermeier und Historismus

In den Bürgerhäusern der Langen Gasse und Piaristengasse blieb Tafelsilber oft über Generationen in derselben Wohnung – samt Monogramm, Silberkasten und Biedermeierbecher.

Drei- bis fünfzimmrige Altbauwohnungen mit Kachelöfen und Flügeltüren besitzen fast immer ein Speisezimmer; dort steht die Kredenz oder der Silberkasten mit Besteck, Tabletts, Leuchtern und einem Kaffee- und Teeservice. Viele dieser Bestände blieben über Generationen in derselben Wohnung und tragen Monogramme mehrerer Familienzweige. Aus den Biedermeierhäusern um 1820 bis 1840 in Langer Gasse, Piaristengasse und Lenaugasse stammen Becher, Zuckerdosen und Salieren; die Gründerzeithäuser um Albertplatz und Hamerlingplatz bringen das schwerere Tafelgerät des Historismus.

Barocke Palais wie das Palais Schönborn von Johann Lukas von Hildebrandt, heute Volkskundemuseum, und das Palais Auersperg zeugen von einer Tafelkultur, deren Silber nur selten erhalten blieb: In den Kriegsjahren um 1809/10 wurde viel davon abgeliefert und eingeschmolzen. Im Jahrzehnt von Kornhäusels Theaterumbau, 1822, entstanden die Biedermeierstücke, die in Josefstädter Wohnungen bis heute erhalten sind. Sie tragen in der Regel die Lötigkeit 13, eine Jahreszahl und die Meistermarke.

Monogramme mindern den Sammlerwert nicht grundsätzlich, sie helfen aber bei der Zuordnung zu einer Familie; fotografieren Sie Gravur und Punzen bitte getrennt. Polieren Sie vor der Besichtigung nichts, auch wenn das Silber angelaufen ist. Enge Stiegen ohne Aufzug, wie sie im Piaristenviertel häufig sind, spielen für Silber keine Rolle. Wir sehen Kredenz und Silberkasten gemeinsam mit Ihnen durch und legen zusammengehörige Teile zueinander, bevor wir ein Angebot machen.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Biedermeiersilber mit Lötigkeit 13 – Bürgerhäuser der Zeit um 1820 bis 1840 in Langer Gasse und Piaristengasse.
  • Tafelsilber mit Familienmonogrammen – Speisezimmer großer Altbauwohnungen, über Generationen in derselben Familie.
  • Kaffee- und Teeservice und Leuchter des Historismus – Gründerzeithäuser um Albertplatz und Hamerlingplatz.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

16

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

34

Fragen zu Silber & Tafelsilber

Soll ich das Silber vor dem Verkauf putzen?

Nicht nötig. Anlaufen ist normal und mindert den Wert nicht, starkes Polieren kann dagegen Punzen, Gravuren und Vergoldungen abtragen. Für Fotos genügt ein weiches Tuch, um die Punzen lesbar zu machen.

Was ist ein gefüllter Leuchter?

Bei gefüllten Leuchtern ist der Fuß aus dünnem Silberblech mit Kitt, Pech oder Gips beschwert. Das Gesamtgewicht täuscht daher über den Silberanteil; bewertet werden Ausführung und das geschätzte Silbergewicht.

Mindern Monogramme den Wert?

Einfache Monogramme mindern meist nur leicht, weggeschliffene Gravuren dagegen stärker, weil die Wandung dünner wird. Wappen bekannter Familien und Widmungen mit Bezug zur Geschichte können das Interesse sogar erhöhen.

Was bedeutet die Zahl 800 auf meinem Besteck?

Sie gibt den Feingehalt an: 800 von 1000 Teilen sind reines Silber. 800 war um 1900 der übliche Feingehalt für deutsches und österreichisches Tafelsilber, 925 ist Sterlingsilber. Steht nur eine Zahl wie 90 oder 100 neben einer Firmenmarke, handelt es sich meist um versilberte Ware.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.