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Silber & Tafelsilber im 7. Bezirk, 1070 Wien

Wiener Werkstätte und Silberschmiede: Silber aus Neubau

Neustiftgasse 32–34, Zieglergasse, Bernardgasse: In Neubau arbeiteten die Wiener Werkstätte, die Silberschmiede Jarosinski & Vaugoin und die Werkstätte Carl Auböck.

Als die Seidenweberei am Schottenfeld zurückging, zogen Drucker, Tischler und Silberschmiede in die Gewerbehöfe. Werkstatttrakte mit hohen Fenstern sind bis heute erhalten, und in Haushalten, die über Generationen im Bezirk lebten, findet sich Silber aus den nahen Werkstätten: Familienbestecke, Becher, Schalen, Leuchter. Aus aufgelösten Betrieben stammen zudem Werkbänke, Treibhämmer, Ziselierwerkzeug und Halbfabrikate. Älteres Silber, oft schlichte Becher und Zuckerdosen der Zeit um 1820 bis 1840, stammt aus den Häusern des Spittelbergs und aus St. Ulrich.

Ab Herbst 1903 arbeitete die Wiener Werkstätte in der Neustiftgasse 32–34; ihren Stil bestimmten Josef Hoffmann und, bis 1907, Koloman Moser, ab 1915 gab Dagobert Peche ihm eine ornamentale Wendung. Jarosinski & Vaugoin fertigt seit 1847 in der Zieglergasse Besteck und Gerät, Carl Auböcks Betrieb in der Bernardgasse vor allem Arbeiten aus Messing. Im Hofmobiliendepot in der Andreasgasse lassen sich Empire- und Biedermeier-Ensembles des Hofes vergleichen.

Silber der Wiener Werkstätte trägt meist mehrere Marken: Rosenmarke, WW-Monogramm, das Zeichen des Entwerfers, das des ausführenden Silberschmieds und die amtliche Punze. Weil gerade diese Arbeiten nachgeahmt werden, vergleichen wir Marken, Machart und Hammerschlag genau. Bestecke von Jarosinski & Vaugoin ordnen wir nach Muster und Ergänzungsstand. Werkstattnachlässe in den Höfen sichten wir an Ort und Stelle, bevor Werkbank und Werkzeug abgebaut werden.

Was in Neubau häufig auftaucht

  • Silber und Metallarbeiten der Wiener Werkstätte – Werkstätten in der Neustiftgasse, Rosenmarke und Künstlermonogramme.
  • Bestecke von Jarosinski & Vaugoin – Manufaktur in der Zieglergasse, Familienbestecke über Generationen.
  • Messingobjekte von Carl Auböck – Werkstätte in der Bernardgasse.
  • Werkzeug und Werkbänke aus Silberschmieden – Gewerbehöfe am Schottenfeld.

Mit Bezug zu Neubau

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 7. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 7. Bezirk.

Künstler

16

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

34

Fragen zu Silber & Tafelsilber

Was ist der Dianakopf?

Die Silberpunze Österreich-Ungarns von 1872 bis 1922 zeigt den Kopf der Jagdgöttin Diana mit einer Ziffer für den Feingehalt: 1 für 950, 2 für 900, 3 für 800 und 4 für 750 Tausendteile. Ein zusätzlicher Buchstabe nennt das Punzierungsamt, A steht für Wien.

Kaufen Sie Silber nur nach Gewicht?

Nein. Sammlerstücke, Arbeiten bekannter Hersteller und gut erhaltenes altes Silber werden als Objekt bewertet, oft deutlich über dem Metallwert. Nur beschädigtes oder einfaches Gebrauchssilber wird nach Feingehalt und Gewicht zum Tageswert angekauft.

Hat versilbertes Besteck einen Wert?

Versilbertes Besteck enthält nur eine dünne Silberschicht und wird nicht nach Gewicht bewertet. Gefragt sind vollständige Garnituren bekannter Hersteller wie Christofle, WMF oder Berndorf in gutem Zustand und Tafelgerät mit Designgeschichte.

Soll ich das Silber vor dem Verkauf putzen?

Nicht nötig. Anlaufen ist normal und mindert den Wert nicht, starkes Polieren kann dagegen Punzen, Gravuren und Vergoldungen abtragen. Für Fotos genügt ein weiches Tuch, um die Punzen lesbar zu machen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.