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Material: Punzen & Marken

Halbmond und Krone

Deutsche Silberstempelung ab 1888: Mondsichel und Reichskrone neben der Feingehaltszahl und dem Herstellerzeichen.

Das Reichsgesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren von 1884 vereinheitlichte die Stempelung im Deutschen Reich; ab 1888 durfte Silber ab 800 Tausendteilen mit Halbmond und Reichskrone gekennzeichnet werden. Die Marke bestätigt den Feingehalt, den der Hersteller selbst verantwortete, denn eine staatliche Prüfung durch Punzierungsämter wie in Österreich gab es nicht. Für Gold galt entsprechend die Sonne mit der Reichskrone. Der Stempel begegnet auf Besteck, Tafelgerät, Schmuck und Uhrgehäusen.

Halbmond und Krone stehen meist in einer Reihe mit der Zahl „800“, „835“ oder „925“ und dem Firmenzeichen oder Namen des Herstellers. Unter der Lupe sind beide Zeichen klein, aber deutlich. Fehlt die Feingehaltszahl, ist das Stück unvollständig gestempelt. Kleinteile wie Kettenglieder oder Mokkalöffel tragen mitunter nur die Zahl. Versilberte Ware trägt die Marke nie, sondern Auflagezahlen und Herstellerzeichen. Bei Besteck sitzen die Stempel auf der Rückseite des Stiels.

Die Marke datiert ein Stück auf 1888 oder später und ordnet es dem deutschen Markt zu. Hersteller wie Bruckmann & Söhne, Wilkens, Koch & Bergfeld oder Robbe & Berking lassen sich über ihre Zeichen bestimmen. Nachgeschlagene Halbmonde auf versilberter Ware kommen vor; die Strichprobe klärt einen solchen Verdacht.

So prüfen Sie es

  • Mondsichel und Reichskrone
  • Feingehaltszahl 800, 835 oder 925
  • Herstellerzeichen in derselben Reihe
  • nur auf massivem Silber
  • Sonne mit Krone bei Gold

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.