Material: Punzen & Marken
Österreichische Feingehaltspunzen 1866
Die Punzierungsreform von 1866 ersetzte in Österreich das Lot durch Tausendteile und führte Punzen ohne Jahreszahl ein.
Mit der Neuordnung von 1866 stellte Österreich die amtliche Edelmetallprüfung vom Lot-System auf Tausendteile um. Die bisherigen Wiener Beschauzeichen mit Jahreszahl und Lötigkeit entfielen. An ihre Stelle traten Punzen mit Bildzeichen, Feingehaltsziffer und Amtsbuchstaben, ab 1872 für Silber der Dianakopf. Für Gold galten eigene Stufen, darunter 750 und 580 Tausendteile. Das System blieb bis 1922 in Kraft und begleitete damit Historismus, Ringstraßenzeit und Jugendstil.
Punzen dieses Systems erkennt man daran, dass sie keine Jahreszahl tragen, sondern eine Ziffer für den Feingehalt und einen Buchstaben für das prüfende Amt. Für Gold und Silber wurden unterschiedliche Bildzeichen verwendet. Neben der Amtspunze steht fast immer ein Herstellerzeichen, bei größeren Betrieben auch der volle Firmenname. Die Lupe zeigt Details, Vergleichstafeln in Punzenverzeichnissen helfen bei der Zuordnung. Bei Schmuck sitzen die Punzen oft am Verschluss.
Die Reform markiert eine Datierungsgrenze: Stücke mit Lotangabe und Jahreszahl sind älter als 1866, Stücke mit Tausendteilangabe jünger. Nach 1918 führten die Nachfolgestaaten eigene Punzen ein, weshalb tschechoslowakische und ungarische Marken der Zwischenkriegszeit nicht mit österreichischen verwechselt werden dürfen. Die Feingehaltsziffer verrät auf einen Blick, wie viel Edelmetall enthalten ist.
So prüfen Sie es
- keine Jahreszahl in der Punze
- Feingehaltsziffer statt Lotzahl
- Amtsbuchstabe
- Dianakopf bei Silber ab 1872
- Herstellerzeichen daneben
Österreichische Feingehaltspunzen 1866 verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Ebenfalls: Punzen & Marken
- Amtsbuchstabe A
- Augarten-Marke
- Bindenschild-Marke
- CCM-Punze
- Dianakopf-Punze
- Englische Hallmarks
- Fiskalstempel
- Halbmond und Krone
- Herend-Marke
- Jahresstempel und Dreherzeichen
- KPM-Zeptermarke
- Lobmeyr-Signatur
- Meissener Schwertermarke
- Meistermarke
- Minerva-Punze
- Österreichische Feingehaltspunzen 1922 und 1937
- Russische Punzen
- Schleifstrich
- Taxstempel
- Wiener Beschauzeichen
- WW-Monogramm
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular