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Antiquitäten Wien

Silber & Tafelsilber im 3. Bezirk, 1030 Wien

Tafelsilber in der Landstraße: Rennweg, Ungargasse, Arsenal

Englisches und russisches Silber aus Diplomatenhaushalten, Biedermeiersilber aus der Ungargasse und Ehrengaben aus Offiziersfamilien rund um das Arsenal prägen die Landstraße.

Im Botschaftsviertel am Rennweg und im Fasanviertel wohnen Familien, die nach einigen Jahren im Ausland zurückkehren oder weiterziehen; bei der Auflösung ihrer Haushalte kommt Silber aus vielen Ländern zusammen: englisches Silber mit Hallmarks, russisches mit der Feingehaltsangabe 84 Zolotnik, skandinavisches Besteck. Biedermeierbecher und Zuckerdosen sind typisch für die Bürgerhäuser an Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße; im Haus Ungargasse 5 komponierte Beethoven 1823/24 an seiner Neunten. Offiziers- und Beamtenhaushalte nahe Arsenal und Kasernen bewahren Ehrengeschenke und gravierte Pokale.

Johann Lukas von Hildebrandt baute für Prinz Eugen das Belvedere, Louis Montoyer errichtete 1806/07 das klassizistische Palais Rasumofsky – Bauten des Adels, an deren Tafeln Silber zum Alltag gehörte. In den Kriegsjahren um 1809/10 musste viel Silbergerät abgeliefert werden; Wiener Silber aus dem 18. Jahrhundert ist deshalb selten. Die russisch-orthodoxe Kathedrale zum Heiligen Nikolaus in der Jaurèsgasse (1893–1899) erinnert an die russische Präsenz im Bezirk, Jože Plečniks Brunnen am Karl-Borromäus-Platz von 1909 an die Moderne.

Teekannen mit Elfenbeinisolatoren oder Besteck mit Elfenbeingriffen unterliegen seit 19.1.2022 den EU-Handelsbeschränkungen nach VO (EU) 2021/2280; wir kaufen solche Stücke nur, wenn eine gesetzliche Ausnahme samt Nachweis vorliegt. Bei russischem Silber fotografieren Sie bitte alle Marken, auch die kleinen Kokoschnik-Stempel. Steht ein Umzug ins Ausland bevor, sehen wir uns das Silber vor dem Packtermin an. Was keinen Sammlerwert hat, rechnen wir nach Gewicht ab.

Was in Landstraße häufig auftaucht

  • Englisches, russisches und skandinavisches Silber – Haushalte im Botschaftsviertel am Rennweg mit Stationen im Ausland.
  • Biedermeierbecher und Zuckerdosen – Bürgerhäuser in Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße.
  • Ehrengeschenke und gravierte Pokale – Offiziers- und Beamtenfamilien im Umfeld von Arsenal und Kasernen.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.

Künstler

16

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Silber & Tafelsilber

Mindern Monogramme den Wert?

Einfache Monogramme mindern meist nur leicht, weggeschliffene Gravuren dagegen stärker, weil die Wandung dünner wird. Wappen bekannter Familien und Widmungen mit Bezug zur Geschichte können das Interesse sogar erhöhen.

Was bedeutet die Zahl 800 auf meinem Besteck?

Sie gibt den Feingehalt an: 800 von 1000 Teilen sind reines Silber. 800 war um 1900 der übliche Feingehalt für deutsches und österreichisches Tafelsilber, 925 ist Sterlingsilber. Steht nur eine Zahl wie 90 oder 100 neben einer Firmenmarke, handelt es sich meist um versilberte Ware.

Was ist der Dianakopf?

Die Silberpunze Österreich-Ungarns von 1872 bis 1922 zeigt den Kopf der Jagdgöttin Diana mit einer Ziffer für den Feingehalt: 1 für 950, 2 für 900, 3 für 800 und 4 für 750 Tausendteile. Ein zusätzlicher Buchstabe nennt das Punzierungsamt, A steht für Wien.

Kaufen Sie Silber nur nach Gewicht?

Nein. Sammlerstücke, Arbeiten bekannter Hersteller und gut erhaltenes altes Silber werden als Objekt bewertet, oft deutlich über dem Metallwert. Nur beschädigtes oder einfaches Gebrauchssilber wird nach Feingehalt und Gewicht zum Tageswert angekauft.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.