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Silber & Tafelsilber im 20. Bezirk, 1200 Wien

Silberbesteck und Vereinspokale aus der Brigittenau

Josef Hoffmann baute einen Teil des Winarskyhofs. In den Gemeindebauten und Altmieterwohnungen der Brigittenau liegt Silber meist als Aussteuer, Taufgabe oder Vereinspreis.

Rund um Wallensteinplatz und Hannovermarkt stehen in Altmieterwohnungen mitunter noch die ursprünglichen Kredenzen und Küchenkästen, in deren Laden Aussteuerbesteck, Taufbecher und Serviettenringe liegen. Viele Gemeindewohnungen im Winarskyhof, im Otto-Haas-Hof und im Friedrich-Engels-Platz-Hof werden seit Jahrzehnten von denselben Familien genutzt; ihre Kellerabteile enthalten Haushaltsgeräte, Spielzeug und gelegentlich Kisten mit Tafelgerät. Aus Sport- und Arbeitervereinen der Zwischenkriegszeit stammen Pokale, Plaketten und Ehrengaben mit Gravur.

Josef Hoffmann, dessen Silberentwürfe für die Wiener Werkstätte in Döblinger Villen standen, übernahm 1924 bis 1926 einen Bauteil des Winarskyhofs; dort arbeiteten auch Behrens, Loos, Frank und Schütte-Lihotzky. Friedrich von Schmidt errichtete 1867 bis 1873 die neugotische Brigittakirche, die Brigittakapelle stammt bereits aus dem Jahr 1651. Der Name Winarskyhof erinnert an den Sozialdemokraten Leopold Winarsky, der Otto-Haas-Hof an den 1944 hingerichteten Widerstandskämpfer Otto Haas.

Vereinspokale sind häufig versilbert; die Gravur bestimmt dann den Sammlerwert mehr als das Metall. Besteck aus der Kredenz sortieren wir bei der Besichtigung in Silber, Alpaka und Versilbertes, anhand der Marken auf dem Stielende. Für Kellerabteile in Gemeindebauten brauchen wir Ihre Begleitung. Für Bruchsilber gilt der Tageswert; Bilder der Punzen reichen für den ersten Blick.

Was in Brigittenau häufig auftaucht

  • Aussteuerbesteck und Taufbecher – Altmieterwohnungen und Gemeindebauten mit Erstausstattung.
  • Pokale, Plaketten und Ehrengaben – Sport- und Arbeitervereine der Zwischenkriegszeit.
  • Tafelgerät aus Kellerabteilen – Gemeindewohnungen, die seit Jahrzehnten in derselben Familie sind.

Mit Bezug zu Brigittenau

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 20. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 20. Bezirk.

Künstler

16

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

30

Materialien, Techniken & Punzen

34

Fragen zu Silber & Tafelsilber

Soll ich das Silber vor dem Verkauf putzen?

Nicht nötig. Anlaufen ist normal und mindert den Wert nicht, starkes Polieren kann dagegen Punzen, Gravuren und Vergoldungen abtragen. Für Fotos genügt ein weiches Tuch, um die Punzen lesbar zu machen.

Was ist ein gefüllter Leuchter?

Bei gefüllten Leuchtern ist der Fuß aus dünnem Silberblech mit Kitt, Pech oder Gips beschwert. Das Gesamtgewicht täuscht daher über den Silberanteil; bewertet werden Ausführung und das geschätzte Silbergewicht.

Mindern Monogramme den Wert?

Einfache Monogramme mindern meist nur leicht, weggeschliffene Gravuren dagegen stärker, weil die Wandung dünner wird. Wappen bekannter Familien und Widmungen mit Bezug zur Geschichte können das Interesse sogar erhöhen.

Was bedeutet die Zahl 800 auf meinem Besteck?

Sie gibt den Feingehalt an: 800 von 1000 Teilen sind reines Silber. 800 war um 1900 der übliche Feingehalt für deutsches und österreichisches Tafelsilber, 925 ist Sterlingsilber. Steht nur eine Zahl wie 90 oder 100 neben einer Firmenmarke, handelt es sich meist um versilberte Ware.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.