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Material: Edelmetalle

Silber 950

Silber mit 950 Tausendteilen, erste Feingehaltsstufe in Frankreich und im österreichisch-ungarischen Dianakopf.

Silber 950 enthält 950 Tausendteile Feinsilber und ist damit weicher und heller als 925. In Frankreich bildete es ab 1838 den ersten Feingehalt, gekennzeichnet durch den Minervakopf mit der Ziffer 1; französisches Tafelsilber und Besteck des 19. Jahrhunderts von Puiforcat, Christofle oder Odiot besteht häufig daraus. In Österreich-Ungarn stand die Ziffer 1 im Dianakopf für 950. Großbritannien kennt mit dem Britannia-Standard eine noch reinere Stufe von 958 Tausendteilen.

Französische Stücke tragen die Minerva-Punze mit der Ziffer 1 und eine rautenförmige Meistermarke. Österreichische zeigen den Dianakopf mit Ziffer 1, moderne Arbeiten die Zahl „950“. Das Metall verkratzt leichter als 800er Silber, Kanten und Gravuren nutzen sich rascher ab. Die Prüflösung reagiert kräftig rot. Bei Besteck fällt die weichere Legierung an verbogenen Gabelzinken und abgeflachten Löffelspitzen auf. Ein Magnet bleibt wirkungslos, das Gewicht entspricht massivem Silber.

Der höhere Silberanteil wirkt sich auf den Materialwert aus, entscheidender sind oft Hersteller und Form. Französische Besteckgarnituren in Kassetten werden als Ensemble bewertet. Britannia-Silber mit Britannia-Figur und Löwenkopf ist nicht mit 950 gleichzusetzen, wird aber ähnlich eingeordnet. Für kleine Gegenstände verwendete Frankreich eigene, kleinere Punzen.

So prüfen Sie es

  • Stempel „950“
  • Minerva-Punze mit Ziffer 1
  • Dianakopf mit Ziffer 1
  • rautenförmige Meistermarke bei französischem Silber
  • weiche, stark abgenutzte Kanten

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.